Mrz 222011
 

Über den perfekten Zeitpunkt, wann man einen Newsletter aussenden sollte, scheiden sich ja die Geister. Reachmail hat eine nette Infografik gepostet, in der man die Öffnungsraten von Newslettern im Verlauf zweier Beispieltage sehen kann. Unter der Woche, in diesem Fall Mittwoch, ist die Öffnungsrate kurz nach 12 Uhr mittags am höchsten, am Wochenende, in diesem Fall Samstag, verteilt sich der Zeitraum der höchsten Öffnungsraten auf den Nachmittag.

Aber welches ist denn nun der perfekte Zeitpunkt zum Newsletter versenden?

Einig ist man sich eigentlich nur dahingehend, daß Freitag Nachmittag und Montag früh die schlechtesten Zeitpunkte sind. Freitags möchte jeder eigentlich nur noch in Wochenende gehen und nicht noch irgendwelche Newsletter lesen. Dasselbe gilt eigentlich auch für den Samstag. Meistens tauchen diese dann in der Inbox Montag früh auf, die sowieso überfüllt ist. Das wird schnell mal „löschen“ geklickt. Daher ist Montag früh auch kein optimaler Zeitpunkt. Das war es allerdings schon, was es an allgemeingültigen Ausschlusskriterien gibt. Aber selbst das kann man in Frage stellen. Es kommt schon daruf an, wer meine Zielgruppe ist. Bei B2B mails trifft das sicherlich zu, da berufliche E-mails i.d.R. am WE nicht, oder nur sporadisch bearbeitet werden.
Wenn man sich zum Beispiel Newsletter anschaut, die an Musik Konsumenten gehen, kann das Wochenende oder mindestens der Freitag durchaus ein guter Zeitpunkt sein, da viele zum Wochenende hin Musik konsumieren.
Ein wichtger Faktor ist auch die Konkurrenz. Bei der Auswahl des idealen Zeitpunkts stellt sich auch immer die Frage, wie frequentiert dieser Zeitraum ist. Es macht sicherlich keinen Sinn, wenn alle am Mittwoch mittag ihre Newsletter aussenden, auch das führt zu einer Reaktanz beim Konsumenten.

Am besten ist es, einfach mal zu testen, so wie es Reachmail gemacht hat. Man wählt dabei einfach unterschiedliche Tage zum Aussand und schaut sich die Öffnungsraten aber auch die Konversionen an. Letztendlich ist Reichweite schön, aber Konversion ist wichtiger in der Regel. Es komt also auch darauf an, wann die Empfänger am besten zu Käufern werden.
In meiner Praxis hat sich der Donnerstag Vormittag als ein weitgehend idealer Zeitpunkt herausgestellt, das ist kurz vor dem Wochenende. Im Musikbereich scheint das ein Tag zu sein, an dem Konsumenten offen für Neuigkeiten sind. Nicht ohne Grund haben viele Downloadshops am Donnerstag ihren „Store Turn“, d.h. das ist der Tag, an dem neue Veröffentlichungen gefeatured werden.

Aber man sollte auch mal Mut zu ungewöhnlichen Aussandzeiten haben (vielleicht nicht gerade Nachts, weil der Newsletter in der morgendlichen Email Flut untergeht), aber am Wochenende (Sonntag) kann man durchaus mit wenig Konkurrenz rechnen. Ebenso ein Montag Nachmittag kann eine Alleinstellung bewirken. Aber auch hier heißt es: Was ist das Ziel und die Zielgruppe des Mailings? Und wan ist diese am empfänglichsten für eine Botschaft? Und wann ist der Zeitpunkt in der Woche, wo sie am ehesten kauft? Und dann Testen, Testen, Testen…

 

Ansonsten gilt:

 

  • Bounce Rates sind morgens am höchsten
  • Open Rates sind am Wochenende am höchsten (45%)
  • Open Rates sind morgens 53% höher
  • Click Through Rates sind am Wochenende und früh morgens 10% höher als sonst
  • Die Beste Sendefrequenz für Newsletter sind ein bis viermal im Monat
  • Die höchste Unsubscribe rate gibt es bei Usern, die kürzer als 10 Tage registriert sind
  • Gleichzeitig gibt es bei Usern, die kürzer als 10 tage registriert sind, die höchste Click Through Rate (CTR)

(Grafik von socialmediagraphics)

Feb 212011
 

Dieses Jahr werden weltweit ca. 6 Milliarden UD-Dollar in Social Media Werbung investiert und die Frage nach dem ROI wird immer wichtiger. Bisher waren die niedrigen Click Through Raten damit begründet, daß User einfach keine Banner klicken, wenn sie in Social Networks aktiv sind.

Laut einer Studie von Webtrends ist die Performance von Facebook Bannern relativ niedrig und sinken zudem noch weiter. Zwischen 2009 und 2010 fielen die weltweiten CTR während die CPM’s stiegen. Das bedeutet, daß Facebook User immer weniger klicken, aber gleichzeitig die Kosten der Kampagnen steigen.

Facebook Performance, 2009 & 2010

CTRs sind dabei in den USA geringer als anderswo auf der Welt (0,065% targeted USA gegenüber0.087%, wenn in andere Länder getragteted wurde), wobei beide Raten immer noch höher sind, als wenn gar nicht geografisch getargeted wurde.

Eine Chitika Studie verglich die CTRs auf Facebook mit denen im google Network und fand heraus, daß die im Social Network signifikant kleiner waren.

Clickthrough Rates für Google and Facebook Text Ads Nord Amerika , Jan 2011

Allerdings gibt es nicht die eine Durchschnitts CTR für eine Plattform, sondern diese ist abhängig von der Zielgrupper, der Anzeigengestaltung und dem beworbenen Gut.
Zudem spielt das Targeting eine große Rolle. Facebooks Advertising Plattform bietet ja Möglichkeiten Zielgruppen konsequent zu targeten und laut einer Studie von BLiNQ Media kann Targeting einen extremen Anstieg der CTR bedeuten. BLiNQ Media schaltete verschieden Kampagnen und stellte fest, daß die CTRs bei einem angewandten Targeting bis zu 7,5 mal höher waren, asl bei Kampagnen ohne Targeting.


Performance Metrics für Targeted vs. Nontargeted Facebook Anzeigen

„Anzeigen, die ein soziales Element haben, wie Namen oder Bilder von Freunden, denen die Marke gefällt, können auch gut performen“ sagt Williamson. „Marketing Leute können dies zusätzlich zu anderen Targeting Taktiken auf Facebook verwenden.

Also obwohl die durchschnittlichen Klickraten auf Facebook geringer sind kann man sagen, dass ein vernünftiges Targeting eine Kampagne erfolgreicher machen kann, als Werbung in anderen Banner Netzwerken.