Sep 152011
 

Nielsen, das berühmt berüchtige amerikanische Marktforschungsinstitu hat jetzt ein whitepaper herausgegeben, welches sich mit dem Einfluß von „views“ und „engagement“ auf den kauf von Musik auswirkt. Dort wurde erst einmal festgestellt, dass der Musikkonsum über Youtube etwa dreimal so hoch ist wie Musikkosum über legale downloads. Wer jetzt denkt, dass man dann lieber kein Musikvideo mehr auf Youtube stellen sollte, sollte sich mit der Wirkung von Musikvideos auf das Kaufverhalten beschäftigen. Erstaml läßt sich feststellen, dass Video Streaming Dienste ein stark wachsendes Segment im Internet darstellt. Unter den untersuchten Ländern spielt Brasilien eine Spitzenrolle.
Musikvideos im Internet spielen mittlerweile eine wichtige Rolle in der Musikpromotion, anders als im TV ist die Möglichkeit einer Nutzer Interaktion um ein vielfaches höher. Dabei geht es nicht um „Nutzungsdauer“ oder „Views“ sondern um „likes“ und „dislikes“, Kommentare, Empfehlungen usw.
In dem whitepaper werden exemplarisch einige aktuelle Videos in bezug auf „Views“ und „Nutzerinteraktion“ untersucht und dabei wurde festgestellt, dass die Anzahl der Views einen geringen Einfluß auf Verkäufe haben, aber der Grad der „Nutzerinteraktion“ sehr wohl verkauffördernd wirkt. (Ausnahmen gibt es hierbei natürlich auch).

In einer Industrie, in der Verkaufszahlen stetig fallen ist der Ansatz des Online Video Marketings zur Steigerung der Single Download Sales sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Nicht zu vergessen ist auch das Einkommen des Video selbst, durch pre-roll und banner Advertising shares auf den heutigen Video Plattformen.


WHITEPAPER ZUM DOWNLOAD

Aug 082011
 

Facebook hat gerade einen 40 Seitigen Social Media Marketing Ratgeber für Bands und Musiker herausgegeben, der sich mit den wichtigsten Aspekten des Musik Marketings auf Facebook auseinandersetzt. Von der Erstellung der Fanpage, über der Integration auf der Website und sämtlichen Social Media Integration Tools bis hin zu den Analytics Funktionen. Ein MUST READ auch für Profis in diesem Bereich. Nicht nur für Musiker sondern auch für Brands und Institutionen …

DOWNLOAD FACEBOOK MUSIKER & BAND RATGEBER (PDF)

Musiker Facebook Guide auf www.scribd.com

Jun 152011
 

Soziale Netzwerke bieten Musikern weitreichende Möglichkeiten für ihre Vermarktung, das einzige Problem ist, das dies leider dem Großteil der Bands und aufstrebenden Künstlern nichts bringt. Die Masse und die niedrigen Barrieren führen zu einem Überangebot. So Dan Morgan auf www.musicthinktank.com, der mich zu diesem Post animiert hat.

Myspace zeigt hier schonmal, wo das Problem liegt. Bisher war es doch so, das man davon überzeigt war, dass man unbedingt 50 000 Freunde auf Myspace braucht, um relevant zu sein (die meisten der Freunde waren jedoch auch Musiker, die wiederum dein freund waren, um selbts Freunde zu haben). Und wer jemals Herr eines solchen 50k Profil war, hat schnell gemerkt, was das bringt: Herzlich wenig. Es ist ein Fake Markt, und die Anzahl der Freunde sagt nichts oder wenig über den (kommerziellen) Erfolg einer Band bzw. Musiker aus. (Wobei in der Praxis sicherlich der ein oder andere A&R bei der Einschätzung der Kommerzialität einer Band bzw. Musikers sicherlich auf den „Friend Factor“ geschielt hat. Mittlerweile spielt Myspace aber so gut wie keine Rolle mehr bei der Beurteilung von Nachwuchskünstlern).

Ein großer Teil von Musikern nutzt Soziale Netzwerke, um ihre Fanbase aufzubauen und ihre eigene Karriere zu starten. Aber ohne entsprechende Investitionen und Marketing Know How ist es für eine Band sehr schwierig, in das öffentliche Sichtfeld vorzudringen. Es ist nicht unmöglich, aber ziemlich schwierig und langwierig.
So sehr Musiker dies verneinen, statistisch gesehen brauchen sie die Hilfe einer Plattenfirma an einem gewissen Punkt. Und da stellt sich die Frage: Helfen die sozialen Medien dabei, von der Musik Industrie entdeckt zu werden? Und in wie weit spielen „Direct to Fan“ Tools eine Rolle bei der Gewinnung neuer Zielgruppen und den Absatz über Social Commerce?

Ja, es kann. Aber da ist auch ein Problem: 99% der Musik auf Sozialen Netzwerken ist Schrott. Ein Song, der vor Jahren von einer Band hochgeladen ist immer noch da, im Wettbewerb mit Millionen anderer Songs in einem Meer von schwach komponierter und produzierter Musik. Dieses Übernagebot, oder „Rauschen“ macht es Musiker schwer, entdeckt zu werden (weil es die Arbeit der A&Rs erschwert).

Die Musikindustrie und speziell der A&R hat täglich mit diesem Rauschen zu tun. Entgegen der heutigen Meinung, machen Musikfirmen und A&Rs nämlich mehr, als nur neue Musik zu entdecken, sie müssen sich auch um ihre Stammkünstler kümmern und diese vermarkten, also ihre Zeit auch gut einteilen. Sich durch Millionen potentieller Hits zu hören oder auch die tausenden unaufgefordert zugeschickten Demos zu wühlen ist daher reine Zeitverschwendung.

Was ist also die Antwort?

A&Rs suchen natürlicherweise dort, wo so wenig wie möglich das „Rauschen“ der Millionen von Songs zu hören ist bzw. kein Überangebot anzutreffen ist: Es gibt einige Websites, die Musiker helfen, dieses Rauschen zu minimieren und A&Rs es leichter machen, Talente zu finden.

Lasst uns hierzu einige Websites anschauen:

Social Media Dienste, die helfen Musik an den A&R zu bringen

Tracks and Fields

 

 

Tracks & Fields ist eine Berliner Firma, die vor etwa zwei Jahren mit einer Kollaborations Plattform gestartet ist und hauptsächlich eine Schnittstelle bieten möchte, um Musiker mit Werbeagenturen bzw. Filmproduktionen zusammenbringen möchte. Es geht also hauptsächlich um das sog. Synch Business.

Was bringt es nun Musikern hinsichtlich ihrer „Entdeckung“ dort präsent zu sein? T&F bietet eine professionelle Plattform, seine Musik zu produzieren und auch viele Labels haben dort ihren Account. Durch die Community Funktionalitäten können sich Musiker ein detailiertes Profil anlegen, vergange Kooperationen aufzeigen und Labels direkt ansprechen.

Sound Cloud

Die sehr populäre Audio Sharing Seite Sound Cloud (sie haben nach eigenen Angaben jetzt über 5 Millionen user) bietet A&Rs eine erhebliche Erhöhung ihrer Produktivität. Sound Cloud gibt ein zuverlässiges Bild von der Popularität eines Künstlers und deren Feedback in der Fanbase ab.

Das, womit Mypace eigentlich mal begonnen hat, nur das das zentrale Tool, der wirklich sehr fortschrittliche Sound Cloud Player dem ganzen einen viel Fan näheren Ansatz gibt. Die Interaktion mit der Fanbase mit Hilfe der Kommentar Funktion ist wirklich einmalig und auch zur Download Bemusterung oder auch zu Kampagnen a la „the first 1000 fans get a free download“ lässt sich der Player verwenden.

Soundcloud bietet ein Fremium Modell, der Basic Account ist umsonst, je mehr Funktionalitäten und Audiotracks man benötigt, desto größere Accounts muss man buchen.

Test it!

Audio Rokit

 

 

Audio Rokit verringert das Rauschen, indem es A&Rs einige Tools an die Hand gibt, nach neuen Talenten zu suchen. Musikfirmen können sich auflisten lassen, was sie suchen auf der Audio Rokit website und Musiker können passendes Material mit einem „State of the Art“ Song Pitching System hochladen.
Audio Rokit stellt auch eine Reihe von Tools zur Verfügung, die einem helfen, neue Song Submissions einzusehen und zu organisieren.
Dabei bezahlt Audio Rokit nicht wie andere Websites (wie Musicxray und Sonibids) den A&R für das Feedback sondern baut eher darauf, die Kommunikationsstrukturen zwischen A&R und Künstler weiterzuentwickeln.

„Status Ordner“ erlauben bspw. dem A&R einfach einen Musikvorschlag in einem Ordner abzulegen, was wiederum automatisch den Künstler eine Benachrichtigung schickt. Das macht den Song Submission Prozess für beide Seiten effektiver.

Remix Wettbewerbe auf Mixcloud

 

 

Eine andere Möglichkeit in den Focus von A&Rs zu gelangen sind sog. Mix Wettbewerbe auf Mixcloud. viele Labels bieten interessante Wettbewerbe (z.B. www.mixcloud.com/competitions/K7-Beatport-Competition/) mit Preisen und der Chance, in den Focus der A&Rs zu gelangen.

 

 

Direct to Fan tools

Neben den Tools mit denen man in den Focus der Musikindustrie gelangt, gibt es noch eine Reihe von „Direct to Fan“ tools, mit denen man seine Fanbase ausbauen und direkt an den Fan verkaufen kann. Grundsätzlich ist das Prinzip recht ähnlich: Es gibt kleine Tools für Data Capture um eine Kontaktbasis aufzubauen und die Möglichkeit kleine Player und sharing Tools zu viralen Verbreitung zur Verfügung zu stellen und den Fan dazu zu bewegen, eine Transaktion zu tätigen.

Dies sind einige populäre Services:

Band Camp

Band Camp bietet Bands die Möglichkeit, das „Rauschen“ für den A&R zu reduzieren, indem es einige gute Marketingtools zur Verfügung stellt, um die Fanbase auszunbauen. Und Fanbases sind wirklich wichtig. Man denke nur and den Friendcount bei Myspace. Ein Musiklabel investiert natürlich am liebsten in Künstler, die schon jemand kennt und die schon Fans an sich gebunden haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Natürlich bietet Band Camp auch Shop Funktionalistäten mit der schönen Besonderheit, das Fans den Preis bestimmen können. Das ist ein test wert, man denke nur an die Radiohead Kampagne, die ihr Album in dieser Weise angeboten haben.

Reverbnation

 

Reverbnation bietet ein ganzes Toolkit für Musiker, labels, Clubs und Fans, angefangen von der Profileseite, über Direktmarketing, Twittertools bis hin zur digitalen Distribution. Wirklich eindruckvoll. Aber wenn man vom Rauschen spricht kann man auch davon ausgehen, wie schwer es ist sich von den aktuell 1,4 Millionen Künstler abzuheben. Es lohnt sich aber, einen Blick auf Reverbnation zu werfen, schon allein, um sich von den Tools inspirieren zu lassen.

Rootmusic

Root Music ist ein weiterer Service, um seine Fans zu organisieren. Im Moment tut sich Rootmusic mit seiner Facebook App „Bandpage“ hervor, die sogar eine Integration des Topspin Stores ermöglicht.

Topspin Media

 

 

Topspin Media hat auch vor etwa zwei Jahren als geschlossenes System zur Direct to Fan Vermarktung gestartet und hat sich 2011 der Allgemeinheit geöffnet, d.h. jeder kann sich mittlerweile einen Account anlegen. Ich hatte schon einige Male die Gelegenheit, mich mit Shamal und Ian von Topspin über deren Ansatz und Funktionalitäten auszutauschen. Es geht auch bei Topspin darum, möglcihst viele Fan Connections aufzubauen, mit denen man kommunizieren kann (i.d.R. email im Austausch zu free tracks).

Zentrales Tool bei Topspin ist der Widget Store, der sich auf allen möglichen Blogs und Profilen und selbst auf Root Music Bandpages einsetzen lässt. Das highlight dieses Stores ist neben der einfachen Konfigurierbarkeit die Möglichkeit, gemischte Produkte (downloads + Merch + Cds) aufzusetzen und exclusive auch hochpreisige Pakete zu schnüren.

Dafür kassiert Topspin eine Monatliche Gebühr plus mind.10% aller Umsätze.

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Und wer ist die Zielgruppe solcher „direct to fan“ Services?

Ein Blick auf die TopSpin Seite zeigt schnell, wer der Hauptprofiteur solcher kleiner Bandstores ist: Die etablierten Künstler, wie Lady Gaga, Linkin Park, Paul McCartney, Fat Boy Slim oder Beastie Boys. Wobei die Zielgruppe auch die Tausenden kleinen Newcomer und kleinen Bands sind, da sie durch die Gebühren für die einzelnen Funktionen den Service finanzieren. Aber wie Anfangs erwähnt ist die Konkurrenz groß und ab einem gewissen Punkt lässt sich die Karriere nicht mehr selbst vorantreiben. Am schwersten haben es die Bands direkt an ihre Fans zu verkaufen, die schon einen kleinen Bekanntheitsgrad haben, vielleicht schon die ein oder andere CD veröffentlicht. Über Solche Services relevanten Umsatz zu erzeugen braucht etwas mehr, als den Widget Store auf sein Facebook Profil zu posten. Die meisten User, die im Netz unterwegs sind, kaufen nämlich bei „vertrauenswürdigen Outlets“, sei es itunes oder Amazon, wo sie sich sicher sein können, dass sie ihre Ware auch umgehend in der zu erwartenden Qualität bekommen werden und nicht auf den Praktikaten eines Minilabels warten müssen, bis der mal die Order mails bearbeitet.

Bei etablierten Künstler ist das dann wieder „authentisch“, der Fan stellt sich insgeheim vor, dass die Jungs von Sigur Rós selbst das Päckchen packen und vielleicht noch einen Gruß mit reinlegen. Die Nähe zum Künstler ist dann entscheidend…

Mrz 132011
 

Onlinewerbung boomt und auch im Medien- und Musikmarketing spielt Onlinewerbung eine immer größere Rolle. Aber Werbung macht nur Sinn, wenn sie zielgerichtet und wirksam ist. Wirksam im Hinblick auf die Werbeziele und die Konversion die erreicht werden soll. Wenn man sich die Bannerwerbelandschaft für Musikprodukte anschaut und analysiert, mit welchem „Call to Action“ Labels und Künstler ihre Anzeigen und Buttons gestalten, so findet man Banner, die eine simple Information a la „Jetzt erhältlich“, oder „Download on Beatport“ oder auch gar keine Kaufaufforderung enthalten. Die US Agentur „Amp Music Marketing„, die viele Künstlerwebseiten und Musik Kampagen gestaltet, hat eine Testreihe mit Hilfe des A/B Testing tools Optimizely gestartet und untersucht, welcher „Call to Action“ die höchste Konversionsrate erzielt.

Sie untersuchten Kauf Buttons, die mit „Get the album“, „Download the album“ und „Buy the album“ bezeichnet waren.
Sie testenten die Buttons auf vier verschiedenen Websites von sehr unterschiedlichen Künstlers und auch verschiedene Arten von Buttons. Zum Beispiel waren auf einer Seite die drei Variationen auf großen Buttons, die zum Künstlershop linken und auf einer anderen einfach als Textlinks gestaltet, die zu itunes linken.

Die Resultate des Experiments

Trotz der sehr unterschiedlichen Gestaltung und Zielseiten, waren die Resultate des Testings sehr konstistent.
Und sie waren nicht nur konsistent, sondern auch sehr überraschend.
Man hätte erwarten können, dass der Term „Buy the album“ am schlechtesten abschneidet, weil er ohne Umschweife eien Kaufprozess ankündigt und das die User eigentlich erstmal skeptisch sind, und sich nicht gleich zu einem Kauf bewegen lassen wollen. Aber das genaue Gegenteil war der Fall.

“Get The Album” war der am schlechtesten performende Term mit einer durchschnittlichen Klickrate (CTR) von 5.9% .

“Download The Album” performte etwas besser mit einer CTR von 6.3%, was 6% mehr Klicks als bei “Get” bedeutet.

Der am besten performende Term war “Buy The Album” mit einer eindrucksvollen CTR von 10.9%. Das sind 73% mehr Klicks als bei “Download” und 84% mehr als bei “Get”.

Wenn man jetzt bedenkt, dass ein einzelnes Wort die Verkäufe in einem Online Shop um 50% erhöhen kann, ist das schon bemerkenwert. Weil das Experiment mit einer großen Anzahl von Fans auf vielen Websites gestestet wurde, kann man davon ausgehen, dass die Daten valide sind und diese Erkenntnisse angewendet werden können.

A/B Testing in der Praxis

Neben der Erkenntniss, welcher Call to Action am besten performt, zeigt diese Experiment noch etwas sehr deutlich. Durch Testen von Werbemassnahmen, und sei es auch nur ein Wort, lassen sich erhebliche Umsatz Steigerungen erreichen. Und das Gute ist, dass dieser Bereich längst nicht mehr so komplex ist, wie er noch vor ein, zwei Jahren war. Es gibt heute zahlreiche Tools, mit denen man solche Test durchführen kann.

Als erstes würde ich das Tool Optimizely empfehlen, das auch hier verwendet wurde. Es bietet relativ schnell die Möglichkeit auch komplexere Szenarien zu testen, wobei man nur einen kleinen Code Schnipsel in die zu testene Website einfügen muss.
Das smarte an diesem Tool ist, dass man die Variationen per Drag und Drop und einfacher direkter Änderung in einem grafischen WYSIWYG Editor ändern kann. Es bietet mit einem flexiblen Preismodell ab 19$ / Monat, die Möglichkeit, sehr kostengünstig und effektiv ins A/B Testing einzusteigen incl. einer Google Analytics Integration.

Google selbst bietet natürlich auch ein Tool an, den Google Website Optimizer:

Es ist ein sehr popläres Tool, mit dem man sehr einfache A/B Tests aber auch komplexere Multi Variablen Test durchführen kann. Anders als bei Optimizely müssen herbei natürlich die einzelnen Variationsseiten gebaut werden und jeweils der Code snippet eingefügt werden.

Google Website Optimizer läßt sich auch in andere Google Tools integrieren und verfügt über eineDokumentation und zahlreichen Tutorials.

Feb 282011
 

Dieser Beitrag basiert auf einem Guest Post im New Music Think Tank von Jon Ostrow von MicControl, einer Music Blogging Community.

Die „Single“ ist seit jeher ein wichtiges Tool in der Musikvermarktung, früher natürlcih auf Vinyl, aber heutzutage hauptsächlich im digital Format und ist dabei wichtig wie eh und jeh.
Dabei ist hat sich die Single zu einem vielseitigen Marketing Tool entwickelt, was auch verschiedene Anforderungen erfüllen und Marketing Ziele haben kann:

1) Die „Radio Single“
Ziel ist Reichweite, typischerweise Radiofroundlich etwas kürzer als das Orginal (ca. 3 Minuten) und dient eher dazu, sich beim Hörer zu verankern. Wenn der Song (und der Artist) nach dem Play im Ohr bleibt, ist das Ziel erfüllt…
Die „Radio Single“ sollte jede band im Demo Package haben und der Focus im Press Kit bzw EPK sein.

2) Die „Street Single“:
Während die Radio Single die Reichweite erweitern soll, dient die Street Single dazu, die bestehenden Fans anzusprechen. Diese Singles haben oftmals weniger den Pop Charakter sondern sollen vielmehr die muskalischen Skills des Künstlers zeigen und den Fans etwas mehr Tiefe bieten.
Wenn du die Fähigkeit hast, eine wirkliche Sololeistung hinzulegen oder ein paar heiße Lyrics zu zeigen hast, ist das das Format der Wahl für deine Fans. Der virale Effekt steht auch hier im Vordergrund. Oftmal bietet sich an, die Street Single als zentrales Tool zur Rekrutierung eines Onlien Street Team zu verwenden.

3) Die „iTunes Bonus Single“, der Bonus Track :
Diese Art der Single ist ein klares Sales tool. Dieser Single track, auch der exlcuive Track genannt, ist meistens ein live Track, ein exclusiver Remix, eine alternative Verion oder ein unveröffentlichter Track.
Die Idee ist hierbei, den Fans ewas Wertvolles anzubieten, dass sie mit dem Album Kauf erwerben können und nur auf itunes (bzw. auch auf einen anderen Store) finden können. Man sollte nur vermeiden, in mehreren Stores jeweils ein unerschiedliches Bonus Track Produkt anzubieten, weil das den Konsumenten verwirren kann, er kann das Gefühl bekommen, nie das komplette Album zu kaufen.

4) Die „Free Download Single“:
Die „Free Download Single“ kann af verschieden Arten verwendet werden. In jedem Fall werden diese Gratis Downloads als Incentive für den Fan Support oder das Fan Involvement verwendet und sind fast immer ein virales Tool. Meist werden sie im Austausch für eine e-mail Adresse (data Capture) oder auch als „instant Track download“ für ein Album Pre-order sein. Mit Services wie „tweet for a track oder Cashmusic können Musiker / Labels ihren Fans tracks im Austausch für virale Verbreitung anbieten.

5) Die „Leaked Single“:
Der leaked Track dient dazu, einen Internet Buzz zu kreieren, indem Fans etwas geboten wird, dass die Aura des Verbotenen umgibt. Und sich dadurch verbreiten soll.

Die Taktik des Leaks ist nicht so einfach, zum ersten müssen die richtigen Personen bzw. Blogs den leak zuerst bekommen, damit er sich richtig verbreitet und es darf natürlich nicht wie ein offiziell veröffentlichter Track aussehen. Das Timing ist wichtig sowie die Zielgruppe, die den Track verbreiten soll…

6) Die „Virale Video Single“:
Die virale Video Single lässt sich wirklich schwer planen, aber sie hat das Potential, sich sehr weit zu verbreiten. Es hängt natürlich stark vom Video ab, aber wenn die Video Single sich entwickelt, ist sie schnell omnipräsent im Social Web, auf blogs und youtube, da sich Videos so einfach und schnell sharen lassen. Neben dem offiziellen Viral Video sind es oftmals auch Fan Video Remixe, die diese Funktion erfüllen…

7) Die „Remix Single“:
Es gibt zwei wichtige Gründe für eine Remix single. Zum ertsen bieten sie die Möglichkeit, die Musik mit anderen Künstler zu verbinden und demnach die Zielgruppe der Fans und Blogs zu erweitern mit Genres, zu denen man normalerweise wenig Zugang hat. Und zum zweiten bietet es die Möglichkeit, einen populären Song ein zweites Mal zu pushen. Zudem gibt es die Idee, einen eigenen Remix eines anderen Songs zu kreieren. Die Funktion der Zielgruppen Erweiterung ist auch hier gegeben.
Neben dem Promotion Effekt spielt natürlich auch der Verkauf der digital oder auch physikalischen 12″ eine Rolle…