Dez 122012
 

Der Siegeszug der neuen Streamingservices ist ungebrochen. Spotify kündigte letzte Woche in Steve Jobs Manier mit der Unterstützung von Metallica auf einem Launchevent, weltweit übertragen per Streaming zu lokalen Business Events, ihren neuen Client Social 2.0 an und sorgte jüngst mit ihrer Kooperation mit deer deutschen Telekom für Furore (diese bietet Spotify im Pakte auf T-Mobile an. Der Clou: Das Datenkontingent bleibt vom Spotify Traffic unberührt). Deezer baut seine Territorien weiter aus, der relativ junge Service Juke, betrieben von der deutsch/dänischen Firma 24-7, die schon seit Jahren in Dänemark den mobilen Streaming Service auf  TDC betreibt, wirbt mit einer Kooperation mit SONOS, und bietet den Sonos 3 Player inklusive Bridge und 6 Monate JUKE im Paket an.

In der Musikindustrie sind diese neuen Formate nicht immer auf Gegenliebe gestoßen, insbesondere große Künstler kritisierten die auf den ersten Blick niedrige Vergütung, aber der Auftritt von Metallica bei der Spotify Veranstaltung  letzte Woche zeigt einen Paradigmenwechsel. So scheinen die großen Streaming Services sich finanziell schon zu rechnen, fristen in Deutschland aber noch ein Nischendasein. Liegt die mangelnde Populärität an dem angeblich in Deutschalnd so verankerten „Besitzstreben“ von Dingen, also auch von Musik? Oder ist Streaming in Deutschland mit seinen ganzen technischen Einschränkungen einfach zu nischig und kompliziert, hört der heutige Musikkonsument immer noch lieber im Wohnzimmer auf der Stereoanlage seine Musik, als mobil oder am Rechner? Und wie ließe sich das ändern?

Sonos Setup ScreenshotFakt ist, dass Napster zwar weit entfernt vom Massenpublikum ist, aber dennoch seit Beginn an solide Nutzerzahlen zu verzeichnen hat. Und mit der zunehmenden Mobilisierung von Musik und auch den neuen Hardwarekonzepten zur Nutzung von digitaler Musik abseits des Rechners, scheint sich das Tor zu einem großes Marktpotential zu öffnen. U.a. bietet SONOS  als Hardwarehersteller ein System an, was die verschiedensten digitalen Services integriert hat und auch andere Bibliotheken wie ITUNES abspielen kann und auch als Streamingclient von Musibibliotheken im Heimnetzwerk fungieren kann. Pünktlich zu Weihnachten ( 🙂 )hab mir schonmal ein Geschenk in Form eines Sonos Play:5 All-in-one-Player (mit 5-Wege-Lautsprechersystem) mit Brigde (dem Sonos eigenen WLAN Transmitter) gemacht, um mal zu testen, wie digitaler Musikkonsum außerhalb der Computerumgebung funktioniert.

Von Null auf Hundert in 2 Minuten – Das Sonos Setup

Die Installation ist denkbar einfach, zuerst wird die Sonos Software auf einem Endgerät installiert, entweder auf einem PC oder

MAC oder auf einem IOS oder Android Device als App. Dann wird die Bridge ans Stromnetz und per LAN Kabel an den Router angeschlossen. Die Bridge dient dazu, die Sonos Geräte wireless zu betreiben. Natürlich lässt sich der Play:5 auch direkt per Kabel mit dem Router verbinden.

Nun werden Bridge, Play:5 und die App miteinander synchronisiert. Dazu muss man eine Tastenkombination auf dem Sonos und der Bridge innerhalb von zwei Minuten betätigen. Damit st das Grundsetup bereits beendet und es lassen sich schon die Internet Radio Funktionalitäten nutzen. Darüberhinaus lässt sich direkt auf itunes Bibliotheken zugreifen auf dem lokalen Rechner oder im Netzwerk. Auch ein NAS Laufwerk im Netzwerk kann als Streamingserver genutzt werden.

Das ist auch die Funktionalität von Konkurrenzprodukten im Home Hifi Bereich. Was SONOS von der Konkurrenz unterscheidet, ist die Unterstützung der aktuellen Streaming Dienste, wie AUDIBLE (Hörbuch), Napster, Spotify, Juke, Rdio, Deezer, Aupeo!, Dar.fm, Last.fm, Simfy, Stitcher Smart Radio, WIMP und Wolfgang’s Vault.

Unter Sonos Labs lassen sich auch neure Kandidaten testen. Das Steup der Services ist denkbar einfach, nur das Service Symbol anklicken, Username und Passwort eingeben, wenn ein account vorhanden ist, und schon ist der Service gelistet.

Über das Musikmenü kann man nun auf einen abgespeckten Editorial Bereich des Services zugreifen, sowie auf die eigenen Playlisten. Der Aufbau ist bei allen Services ähnlich. Vielleicht wird das in den nächsten Updates der Sonos App ausgebaut.

Die Sonos eigene Fernbedienung mit Touch Screen soll etwas komfortabler sein. Alles in allem ein runden Musikvergnügen. Gerade das Setup mit mehreren Geräten in verschiedenen Räumen hat seinen Reiz. Über die App bzw. Fernebdienung lassen sich alle Geräte steuern und man kann auswählen, wo, welche Musik laufen soll oder Weckmusik eingerichtet werden soll zu einem bestimmten Zeitpunkt. Für einen wirklichen Stereoeinsatz sind zwei baugleiche Geräte in einem Raum anzuordnen. Die Bridge erkennt diese und sie lassen sich per App als Stereopaar aufsetzen. Zu beachten ist, dass die Geräte permnt am Netz hängen, offiziell zieht der Play:5 6,5 Watt im Ruhezustand, eigene Messungen mit einem haushaltsüblichen Stromzähler haben 22 Watt ergeben. Wer das nicht möchte, muss die Geräte zwischendurch vom Netz nehmen.

Fazit: Ein prima Weihnachtsgeschenk, von der Bedienung her wohl der beste Home Hifi Streaming Player zu Zeit mit guten Sound. Für die neuen und alten Streamingservice eine große Chance für den Einzug in die Wohnzimmer und für den User ein nahezu perfektes Musikvergnügen. Einziger Wehrmutstropfen: Es besteht der Drang nach mehr Geräten zu vollständigen Abdeckung des Haushalts! 🙂

Der Sonos:3 Player gibt es zur Zeit für 299€ incl. Bridge und Juke 6 Monatsabo auf Sonos.com. Der Sonos:5 Player kostet zur Zeit 369€ auf amazon.de.

 

 

 

Mai 202012
 

DJ Shadow ist sicherlich einer der vielseitigsten Künstler, die im Moment aktiv sind und der in den vergangenden Jahren einen bemerkenswerten Output an Veröffentlichungen hatte und immer noch hat. Seine Agentur Famehouse hat sich überlegt, wie man diese Vielfältigkeit sozial in die Zielgruppe kommunizieren kann. Sie setzen einfach jeden Veröffentlichung und Kollaboration im zeitlich richtigen Zusammenhang als Posts in die Timeline von DJ Shadow und bieten so den mehr als 620k Fans direkten Zugriff auf die komplette Diskografie des Künstlers. Durch die Möglichkeit des Taggings zu anderen Künstlern wird die Reichweite immens erhöht und durch die Verlinkung zu externen Quellen wie Künstler Webseiten, Händlern, Musikportalen wie Discogs etc. stellt diese Art der Präsentation einen großartigen Einstieg in die musikalische Welt dieses Künstlers da. Dies lässt sich ohne weiteres auf andere Künstler übertragen und der Marketing bezogenen Ausrichtung sind da kaum Grenzen gesetzt.

Und wie erfolgreich war diese Aktion für DJ Shadow? Der Screenshot unten gibt einen kleinen Einblick, die Fans können die einzelnen Alben kommentieren und stoßen so auf Veröffentlichungen, die sie vielelicht noch nicht kannten. Und können sich aktiv in Diskussionen involvieren. Was bietet mehr Interaktion als eine solche Aktion?

Obwohl Social Commerce bislang im Musikbereich noch keine große Rolle spielt, weil sich die User nicht zum einkaufen auf facebook treffen, kann eine Verlinkung in jedem Post zum Artiststore ein idealer Ausgangspunkt für eine Konversion darstellen. Bei DJ Shadow verlinken die einzelen Posts immer direkt zur Künstlerseite und bieten dort eine Kaufmöglichkeit. Wer dem einzelnen Post mehr Raum für verweisende Inhalten und Links gibt, kann das Postential einer solchen Aktion natülich weiter ausschöpfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein ähnliche Konzept verfolgte Spotify im April 2012 zur Zeit des Deutschland Launches des Musikservices. Sie stellten einen großen Teil ihrer Release online und zeigten damit 1000 Jahre Musikgeschichte als Zeitstrahl zum reinhören, angefangen 1001 bis heute. Spotify zeigte damit ihre Katalogtiefe und animierte User dazu, die App zu testen und an der automatisierten Accounterstellung teilzunehmen. Durch die Integration von Spotify in Facebook führt das zu einem riesigen Entdeckungspotential samt viraler Verbreitung.

Apr 222012
 

Unbestritten ist Social Media ein wichtiger Kanal umd als Künstler und Label mit seinen Fans zu kommunizieren, aber dennoch kommt man um eine eigene Weeseite als Hub für potentielle Fans und Kunden und als direkter Promo- und Absatzkanal nicht umhin. Das wird leider immer noch und auch wieder unterschätzt und viele Musiker konzentrieren sich lieber auf andere Dinge. Die Firma getsharesquare.com hat im Zuge des SXSW Festivals 1700 Musiker Webseiten hinsichtlich der verwendeten Technologen untersucht, insbesondere in Hinblick auf die immer weiter verbreitete mobile Nutzung. Die steigenden Absatzahlen vom Iphone, die rasante Ausbreitung von Android und der launch des Windows 8 mobile verbunden mit sinkenden Preisen von mobilen Datenverträgen, geben einen Hinweis, wo die User in Zukunft vermehrt im Internet surfen werden.

Die Ergebnisse sind ernüchternd: Ein Drittel aller Seiten nutzen maßgeblich Flash, was auf IOS nicht läuft, 90% der Seiten erkennen keine mobilen Browser und es gab sogar 100 Seiten, die noch Framesets verwenden und damit Mobile und Suchmaschinen das Lesen schwer machen. Knapp ein Drittel aller Seiten lassen sich ohne zoomen mobile nicht lesen und links und Buttons sind zu klein, um sie anzuklicken.

Weitere Ergebnisse hier in der Infografik:

Mrz 052012
 

Nun ist es endlich soweit, am 30. März 2012 werden alle Seiten auf Facebook für die Timeline freigeschaltet. Es gibt einiges zu beachten:

1. Es besteht die Möglichkeit, falls man nicht schon jetzt sein Timeline Profil online stellen möchte, dieses sich schonmal anzuschauen, über die Preview Funktion. Man hat noch bis zum 30.3. Zeit, alles auszutesten, Header Images zu testen, die ABOUT Sektion zu überarbeiten etc.

2. Das Timeline Cover Photo
Es ist das Aushängeschild einer jeden Seite. Die beste Qualität erzielt man, wenn man die Abmaße 850×315 pixel wählt. Ein paar Inspirationen gibt es auf www.facebook.com/about/pages
Es gibt ein paar DONT’S zu beachten:

a) Keine Verkaufsaufforderungen oder „Download hier…“

b) Keine Kontaktinformationen, Website Adressen oder sonstige Infos, die in die ABOUT Sektion gehören

c) Keine Calls To Action wie: „Get it here“, „Empfehle uns weiter“

Das bedeutet: Es gibt keine „Gating Pages“ mehr, mit denen man User auf seine Seite locken kann.

3. Erweiterte „Über uns“ / About Sektion
Dieser Bereich wurde von 70 auf 170 Zeichen erweitert und erscheint jetzt direkt unter dem Timeline und Profil Foto.

4. Mehr Links
Links in der Biografie, Beschreibung etc. werden jetzt automatisch zu Hyperlinks

5. Veränderung der Post Daten
Solange die Timeline noch nicht online geschaltet ist, kann man noch das Datum einzelner Posts verändern, einfach auf den Post gehen, auf „Edit“ und „Change Date“

6. Highlighting und Pinning
Man kann jetzt Posts einerseits Highlighten, indem man sie auf zwei Spalten Breite erweitert oder auch ältere Posts durch „Pin to top“ im Bearbeiten Menü ganz nach oben schieben.

7. Anzeigen von Third Party App und Fan Posts
Es gibt jetzt die Möglichkeit, Posts von Third Party Apps und Freunden gruppiert darzustellen

8. Nachrichten
Ein sehr praktisches neues Feature ist, dass man jetzt direkt Nachrichten seiner Fans bekommen kann, eine sehr hilfreiche Funktion in der direkten Kommunikation

9. Freunden empfehlen
Auch lässt sich jetzt im Backend seine Seiten einfach seinen Freunden empfehlen…

10. Neue, verbesserte INSIGHTS
Die Insights geben jetzt mehr Informationen preis, u.a. von wo neue „Likes“ kommen und eine verbesserte Darstellung der Performance und Viralität einzelner Posts…

11. Apps und Tabs
Wie schon erwähnt, gibt es die Gating Pages nicht mehr. Es lassen sich jetzt 12 verschiedene Tab auswählen, wobei nur 2-3 angezeigt werden.

Die einschlägigen Firmen wie Reverbnation, Rootmusic und Fanbridge haben schon verkündet, ihre Produkte dem neuen Timelinedesign -funktion anzupassen…

Also los: Testen und probieren!

Jan 032012
 
Zum Beginn des Jahres ein schöne Präsentation mit 101 Tips für eine verbesserte Fan Interaktion erstellt von der Kollegin und Digital Music Business Expertin Leena Sowambur . Das Sampler Tipsheet gibt Praxistips zur sofortigen Umsetzung aus den Bereichen Social, Kommunikation, Fanbase, Community, Content, Partnerschaften und Cool Surprises. Leena arbeitet an einem Buch, was Anfang Februar veröffentlicht wird. Mehr Infos und das gesamte Ebook nach Angabe der email Adresse auf www.leenasowambur.com/freebies.html
Viel Spass damit:
Nov 082011
 

Der Knall war kaum zu überhören, heute hat Google den Launch seiner Seiten (Pages) bekannt gegeben und gibt nun Marken und Bands die Möglichkeit, sich in dem Sozialen netzwerk zu präsentieren. Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Fans sich mit Seiten verbinden können, zum einen über eine Empfehlung durch den +1 Button oder indem sie Seiten einem Kreis zuordnen, um damit Updates in ihrem Stream zu sehen. Zusätzlich gibt es zwei Integrationen durch die Google Suche mit der sich Seiten Kreisen zuordnen lassen. Zum ertsen erscheinen Google+ Seiten in den normalen Suchergebnissen, zum zweiten kann man direkt nach Seiten suchen, indem man bspw. einem Bandnamen ein „+“ voranstellt. (hier ist ein Beispielvideo)

Ein Bespiel für eine Google+ Seite für Bands, die Google als Refernz angibt ist die Band All American Rejects.

In den nächsten Tagen wird dieses Feature wohl für die Allgemeinheit freigeschaltet. Nun heißt es schnell sein und sich seine Band und Marken Namen zu sichern. Aber wie funktioniert das genau?

Als erstes geht man zur Google+ Seite, auf der man Pages erstellen kann: plus.google.com/pages/create. Her loggt man sich mit seinem Google Account ein. Ist man schon freigeschaltet kann man mit der Erstellung und Registrierung seiner Seiten beginnen:

1. Schritt – Seite erstellen und Kategorie auswählen

Im ersten Schritt nach dem Login und der Auswahl „Neue Seite erstellen“ muss man als erstes eine Kategoire auswählen. Es stehen hier fünf Kategoriegruppen zur Auswahl:

1. Lokales Geschäft (Geschäfte, Restaurants, Hotels, Dienstleister …)
2. Produkt oder Marke (Mode, Autos, Elektronik, Finanzdienstleistungen …)
3. Unternehmen, Einrichtung oder Organisation (Firmen, öffentliche Einrichtungen, gemeinnützige Organisationen …)
4.  Kunst, Sport oder Unterhaltung (Film, Fernsehen, Musik, Bücher, Theater, Sport …)
5. Sonstiges (Verwenden Sie diese Kategorie, wenn Ihre Seite in keine andere Kategorie passt)

Nach der Auswahl der groben Kategorie, kann man auf der rechten Sete in einem Pulldown Menü eine Unterkategorie auswählen.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Schritt: Gestaltung der Seite

In diesem Schritt kann man der Seite eine kurze Beschreibung hinzufügen und ein Profilfoto oder Logo hochladen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Schritt: Die erste Verbreitung

Im dritten Schritt kann man seine neue Seite schon auf Google+ teilen und an seine Kreise publizieren. Dies bezieht sich natürlich auf das persönliche Profil des Erstellers.
Nun kann man auf „Fertigstellen“ klicken und die erste Seite ist schin publiziert, wenn auch erst rudimentär.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Schritt – Die Seite ist Online, der Startscreen

Nun ist die Seite online und wir befinden uns auf der Startseite. Wir sehen den noch leeren Stream, auf der rechten Seite gibt es die Funktionen „Seite an meine Kreise beannt machen“ und man kann dort einen sog. „Hangout“ starten, eine interessant funktion zur direkten Kommunikation mit der Fansbase.
Im Oberen Bereich gibt es vier Menü Icons, die jetzt kurz vorgestellt werden. Auf „Home“ befinden wir uns gerade…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5. Schritt – Fotos hochladen

In diesem bereich kann man Fotos zu seiner Seite hochladen, Alben anlegen oder auch Fotos aus seinen Kreisen anzeigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

6. Schritt – Das Profil

Hinter dem dritten Icon im Header verbirgt sich das Profil, hier sieht man seine Profilübersicht, hier kann man seine Basic Infos editieren, Fotos + Video editieren und freigeben etc.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

7. Schritt – Die Kreise

Hinter dem vierten Icon verbirgt sich die Ansicht der Kreise der Seite, hier kann man User Kreisen hinzufügen und editieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eigentlich recht intuitiv gemacht und funktional sicherlich noch nicht ausgeschlachtet. Es bleibt spannend, was noch folgen wird. und nun viel Spass und Erfolg beim Erstellen eurer ersten Seiten auf Google+.

 

Nov 012011
 

Eigentlich ist es doch ganz einfach: Man muss sich nur ein tolles virales Tool überlegen, was genug Anreiz einer Weiterverbreitung bietet und schon hat man den perfekten Selbstläufer zur Vermarktung seiner Band, Musik, Produkt etc. Einmal investiert in eine kreative Idee und potenzierter Erfolg stellt sich ein und verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Prima. Eigentlich ist das das Ziel eines jeden Facebook Posts und Tweets. Wer im Online Marketing unterwegs ist, kennt diese Herausforderung zu genüge und die guten Ratschläge der anderen, man solle doch „auch mal sowas initieren und dann läufts“. Genauso wie es Ratschläge gibt, gibt es auch „Experten“ und „Agenturen“, die vorgeben, zu wissen wie es läuft und die sowas als Kern ihrer Strategie darstellen. Nur sollte man denen, die vorgeben zu wissen, wie es läuft lieber keinen Glauben schenken. Denn die wissen es meist erst recht nicht, zumal sich virale Effekte schwer duplizieren lassen.
Die Firma Kissmetrics hat ein schönes Cheatsheet gepostet, welches sieben Tips gibt, um viralen Kampagnen im Netz zu einem guten Start zu verhelfen:

1. Hör auf, neutral zu sein
Im Viralen Marketing geht es um Emotionen. Du musst provozieren, sei es positiv oder negativ. Die Menschen wollen sich auseinandersetzen, dagegen oder dafür sein. Niemand postet etwas weiter, was keine Aussage hat, die Meinung eines Menschen unterstützt oder entgegensteht…

2. Tue Unerwaretetes
Die Mehrheit stellt sein Produkt in einem guten Licht dar und versucht eine positve Message rüberzubringen. Mach es anders. Schau, was sich bei Youtube viral am besten verbreitet. Z.B. die Videos des Typen, der alles mögliche in einen Mixer wirft um es zu zerlegen, iphone + ipads und alles, was man sich vorstellen kann. Das ist ungewöhnlich und zieht die Leute an wie Fliegen (ok, das ist kein schönes Bild…)

3. Sei nicht werblich
Versuche nicht, deine Marketingbotschaft oder dein Produkt in den Vordergrund zu stellen. Überlege dir etwas kreatives und focussiere dich auf die Story. Alles andere kommt von selber, das wird deine Message/Produkt schon transportieren…

4. Überlege dir, wie es weitergeht
Ok, deine virale Kampagne ist am laufen und verbreitet sich. Nun versuche, die Aufmerksamkeit der Leute zu halten. Mach eine Fortsetzung, gib ihnen, wonach sie verlangen. Dann kannst du anfangen, deine Marke vorzustellen…

5. Sharing is caring
Animiere Leute, den Inhalt zu teilen und mach es ihnen einfach, biete Icon links zu Social Networks, Embedding Codes etc. Mach es ihenen so einfach, wie möglich…

6. Kümmer dich um die Kommentare
Stelle eine Verbindung zu den Leuten her, gehe auf ihre Kommentare ein und nutze sie. Das gibt ihnen das Gefühl, ein Teil des Ganzen zu sein. und sie werden es weiter verbreiten…

7. Keine Einschränkungen
Virales Marketing lebt von der uneingeschränkten Verbreitung, jeder muss Zugang haben. Verzichte auf Registrierungen, Downloads, Memberships etc. Es muss einfach zugänglich sein für jeden. Jede Hürde verschlechtert das Verbreitungspotential.

ZUSATZTIP:

Oftmals ist es schwer, eine kritische Masse zu erreichen, bis die Kampagne zum Selbstläufer wird. Man kann davon ausgehen, das bspw. bei Videos auf youtube erstmal 10% der views der Zielviews erreicht werden müssen, bevor sich das Video „von selbst“ verbreitet. Kann die kritische Masse nicht natürlich erreicht werden, muss man mit Marketing nachhelfen, bspw. adwords schalten oder auf facebook sponsored Posts initieren. Es gibt auf webservices wie www.tweetforatrack.com bzw. paywithatweet.com oder auch shareifyoulike.com, mit deren Hlfe sich kritische Massen erreichen lassen.

Okt 272011
 

Mit der Ankündigung der  Timeline hat Facebook sicherlich den Social Media Marktdurchgerüttelt, sodass auch Google+ gleich nachziehen möchte.Doch bevor die timeline richtig online gegangen ist, gibt es schon die ersten Spekulationen, was das für das Social Media Marketing bedeuten kann. Denn was für einzelnen User alles möglich sein wird, von sich preiszugeben, wird für Bands, Musiker und auch Firmen ganz neue Möglichkeiten bieten. Auf Mashable ist ein schöner Post aufgetaucht, der schonmal einen (spekulativen) Ausblick darauf gibt, was an Herausforderungen und Möglichkeiten auf uns zukommen wird.

Keines der besipiele unen ist zwar real oder gar offiziell, aber es gibt schonmal einen mehr oder weniger realistischen Einblick auf die Zukunft der Timeline im Social Media Marketing. Böse Zungen behaupten, dass sich Facebook damit optisch dem Erzfeind Myspace immer näher kommt…

 

 

Sep 242011
 

Nun wurde er endlich angekündigt, auf der f8, der aktuellen facebook developer Konferenz: Der Facebook Music Service und zwar als Teil der neuen Open Graph App Plattform. Facebook hat sich dabei mit einer Reihe von Music Services zusammengetan, um das Real time Musik Streaming und Music Discovery in die neue Timeline zu bringen.

Entgegen den Gerüchten ist es nicht Spotify, der allein den Musik Service auf Facebook betreibt, sondern eine Vielzahl von Streaming Services, u.a. Spotify, Deezer, Rhapsody, MOG, Rdio, Soundcloud, Mixcloud, Earbits, Vevo, Slacker Radio and Songza. Schade ist, das Simfy offensichtlich als deutscher Service noch nicht angeschlossen ist.

Spotify dürfte aber eh erstmal die wichtgste Rolle spielen, weil der Service in den musikalisch wichtigsten Ländern vertreten ist (bis auf Deutschland). Bald können User Playlists in Echtzeit mit ihren Freunden teilen, nur leider beschränkt sich diese Funktionalität immer nur auf den genutzten Service, d.h. die Playlists sind unter den Services nicht kompatibel. Die Playlist spielt letztedlich nicht auf Facebook, sondern innerhalb der jeweiligen App. Der angekündigte Launch hat daher zu einem Wettlauf der einzelnen Services nach Free Streaming Lizenzen geführt, um deren Verbreitung weiter zu erhöhen. Die Chance, dass ein Freund auf Facebook auch Benutzer desselben Streaming Services ist, ist bisher relativ gering. Es bleibt abzuwarten, wie erfolgreich das ganze wird, wenn die Inkompatibilität der Playlist bestehen bleiben sollte. Und natürlich, wie sich diese Discovery Erfahrung auf den A la Card Download auswirken wird. Stay Tuned!

Sep 212011
 

Es ist mal wieder Social Media week und heute findet eine Veranstalung zum Thema „The role of Social Media in today’s music industry“ statt. Da das ja auch Thema meines Blogs ist (siehe z.b. Facebook Guide für Musiker und Band Seiten) möchte ich darauf hinweisen. Gäste sind u.a. meine Wenigkeit, Tamara Deike von Pony Up! und Manuel Overbeck, Label Manager Get Physical.
Es findet im Office von wahwah.fm statt, leider sind alle Tickets weg, aber die Veranstaltung wird auf in der wahwah.fm app übertragen. Stay tuned!

P.S. Einen Audiostream des Panels gibt es im wahwah.fm blog: blog.wahwah.fm/blog/2011/09/social-media-week-2011-round-table-discussion-w-k7-get-physical-pony-up/