Mai 202012
 

DJ Shadow ist sicherlich einer der vielseitigsten Künstler, die im Moment aktiv sind und der in den vergangenden Jahren einen bemerkenswerten Output an Veröffentlichungen hatte und immer noch hat. Seine Agentur Famehouse hat sich überlegt, wie man diese Vielfältigkeit sozial in die Zielgruppe kommunizieren kann. Sie setzen einfach jeden Veröffentlichung und Kollaboration im zeitlich richtigen Zusammenhang als Posts in die Timeline von DJ Shadow und bieten so den mehr als 620k Fans direkten Zugriff auf die komplette Diskografie des Künstlers. Durch die Möglichkeit des Taggings zu anderen Künstlern wird die Reichweite immens erhöht und durch die Verlinkung zu externen Quellen wie Künstler Webseiten, Händlern, Musikportalen wie Discogs etc. stellt diese Art der Präsentation einen großartigen Einstieg in die musikalische Welt dieses Künstlers da. Dies lässt sich ohne weiteres auf andere Künstler übertragen und der Marketing bezogenen Ausrichtung sind da kaum Grenzen gesetzt.

Und wie erfolgreich war diese Aktion für DJ Shadow? Der Screenshot unten gibt einen kleinen Einblick, die Fans können die einzelnen Alben kommentieren und stoßen so auf Veröffentlichungen, die sie vielelicht noch nicht kannten. Und können sich aktiv in Diskussionen involvieren. Was bietet mehr Interaktion als eine solche Aktion?

Obwohl Social Commerce bislang im Musikbereich noch keine große Rolle spielt, weil sich die User nicht zum einkaufen auf facebook treffen, kann eine Verlinkung in jedem Post zum Artiststore ein idealer Ausgangspunkt für eine Konversion darstellen. Bei DJ Shadow verlinken die einzelen Posts immer direkt zur Künstlerseite und bieten dort eine Kaufmöglichkeit. Wer dem einzelnen Post mehr Raum für verweisende Inhalten und Links gibt, kann das Postential einer solchen Aktion natülich weiter ausschöpfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein ähnliche Konzept verfolgte Spotify im April 2012 zur Zeit des Deutschland Launches des Musikservices. Sie stellten einen großen Teil ihrer Release online und zeigten damit 1000 Jahre Musikgeschichte als Zeitstrahl zum reinhören, angefangen 1001 bis heute. Spotify zeigte damit ihre Katalogtiefe und animierte User dazu, die App zu testen und an der automatisierten Accounterstellung teilzunehmen. Durch die Integration von Spotify in Facebook führt das zu einem riesigen Entdeckungspotential samt viraler Verbreitung.

Aug 242011
 

Für alle, die an eMail Kampagnenoptimierung interessiert sind: HubSpot hat ein kostenloses eBook von Anne Holland mit Tipps für das Testen von E-Mail-Kampagnen veröffentlicht.
Anne veröffentlicht unter whichtestwon.com regelmäßig interessante Testergebnisse. Es werden exemplarisch einige Tests vorgestellt, die u.a. folgende Resultate erreicht haben:
• Steigerungen von opt-in raten um 122%
• 28% mehr leads
• Steigerung von CTRs von über 25%
• 6.5% höhere Konversionsraten

Folgende Tests werden exemplarisch behandelt. Zwar werden die Testverfahren nicht detailliert dargestellt, aber als Anregung ist das eBook auf jeden Fall geeignet.

1. Opt In Form Tests
2. Datenschutzhinweis
3. Betreffzeilen Optimierung
4. Email Design Test
5. Email Template Optimierung
6. Test von Kampagnen Timing
7. Landing Page Test

Das eBook kann kostenlos auf Hubspot heruntergeladen werden (Datenregistrierung erforderlich).

Apr 242011
 

Strategien für Facebook Kommunikation gibt es viele, der Bereich ist immer noch sehr neu und noch nicht wirklich empirisch erfasst. Nun hat Buddy Media eine Untersuchung gemacht und analysiert, welche Posts auf Facebook die meisten und intensivsten Interaktionen hervorrufen. Grundsätzlich sollte man erwägen an welchen Tag und zu welcher Zeit man welche Inhalte postet.
Firmen, die Inhalte außerhalb der normalen Bürozeiten posten, sehen schonmal Steigerungen der Fan Interaktionen von 20% gegenüber dem Durchschnitt.
Buddy Media haben in ihrer Untersuchung Postet und Interaktionsraten von über 200 Kunden über zwei Wochen im Januar und Februar 2010 untersucht. Sie haben dabei „Comments“ und „Likes“ gemessen und die Größe der Fanbase mit einbezogen.

60% der untersuchten Postings wurden zwischen 10 Uhr und 16 Uhr gepostet. Nichtdestotrotz loggen sich viele Facebook User vor oder nach ihrer Arbeit ein und ihr Interaktion mit Firmen Posts ist in diesen Zeiten auch höher.
Nach Tagen gesehen zeigt sich, daß Posts am Donnerstag und Freitag zu bis zu 18% höheren Interaktionsraten führen verglichen zu anderen Tagen der Woche.
Aber das soll nicht heißen, dass man nur an diesen Tagen posten sollte. Es geht bei Facebook vor allem auch um eine regelmäßige Kommunikation mit der Zielgruppe, das kann schonmal mehrere Posts pro Tag bedeuten um einen konsistenten Kommunikationfluß zu erreichen.

Neben dem Zeitpunkt spielt aber auch der gepostete Inhalt eine große Rolle. Buddy Media fand heraus, je kürzer desto besser. Posts mit 80 Zeichen oder weniger hatten eine 27% höhere Interaktionsrate. Bestimmte Worte rufen eine Interaktion hervor, insbesondere solche, die Aufforderungen zum „Like“, „Post“, „Nimm Teil“ und „kommentiere“ beeinhalten oder auch solche, die mit einer Frage enden.

Mrz 222011
 

Über den perfekten Zeitpunkt, wann man einen Newsletter aussenden sollte, scheiden sich ja die Geister. Reachmail hat eine nette Infografik gepostet, in der man die Öffnungsraten von Newslettern im Verlauf zweier Beispieltage sehen kann. Unter der Woche, in diesem Fall Mittwoch, ist die Öffnungsrate kurz nach 12 Uhr mittags am höchsten, am Wochenende, in diesem Fall Samstag, verteilt sich der Zeitraum der höchsten Öffnungsraten auf den Nachmittag.

Aber welches ist denn nun der perfekte Zeitpunkt zum Newsletter versenden?

Einig ist man sich eigentlich nur dahingehend, daß Freitag Nachmittag und Montag früh die schlechtesten Zeitpunkte sind. Freitags möchte jeder eigentlich nur noch in Wochenende gehen und nicht noch irgendwelche Newsletter lesen. Dasselbe gilt eigentlich auch für den Samstag. Meistens tauchen diese dann in der Inbox Montag früh auf, die sowieso überfüllt ist. Das wird schnell mal „löschen“ geklickt. Daher ist Montag früh auch kein optimaler Zeitpunkt. Das war es allerdings schon, was es an allgemeingültigen Ausschlusskriterien gibt. Aber selbst das kann man in Frage stellen. Es kommt schon daruf an, wer meine Zielgruppe ist. Bei B2B mails trifft das sicherlich zu, da berufliche E-mails i.d.R. am WE nicht, oder nur sporadisch bearbeitet werden.
Wenn man sich zum Beispiel Newsletter anschaut, die an Musik Konsumenten gehen, kann das Wochenende oder mindestens der Freitag durchaus ein guter Zeitpunkt sein, da viele zum Wochenende hin Musik konsumieren.
Ein wichtger Faktor ist auch die Konkurrenz. Bei der Auswahl des idealen Zeitpunkts stellt sich auch immer die Frage, wie frequentiert dieser Zeitraum ist. Es macht sicherlich keinen Sinn, wenn alle am Mittwoch mittag ihre Newsletter aussenden, auch das führt zu einer Reaktanz beim Konsumenten.

Am besten ist es, einfach mal zu testen, so wie es Reachmail gemacht hat. Man wählt dabei einfach unterschiedliche Tage zum Aussand und schaut sich die Öffnungsraten aber auch die Konversionen an. Letztendlich ist Reichweite schön, aber Konversion ist wichtiger in der Regel. Es komt also auch darauf an, wann die Empfänger am besten zu Käufern werden.
In meiner Praxis hat sich der Donnerstag Vormittag als ein weitgehend idealer Zeitpunkt herausgestellt, das ist kurz vor dem Wochenende. Im Musikbereich scheint das ein Tag zu sein, an dem Konsumenten offen für Neuigkeiten sind. Nicht ohne Grund haben viele Downloadshops am Donnerstag ihren „Store Turn“, d.h. das ist der Tag, an dem neue Veröffentlichungen gefeatured werden.

Aber man sollte auch mal Mut zu ungewöhnlichen Aussandzeiten haben (vielleicht nicht gerade Nachts, weil der Newsletter in der morgendlichen Email Flut untergeht), aber am Wochenende (Sonntag) kann man durchaus mit wenig Konkurrenz rechnen. Ebenso ein Montag Nachmittag kann eine Alleinstellung bewirken. Aber auch hier heißt es: Was ist das Ziel und die Zielgruppe des Mailings? Und wan ist diese am empfänglichsten für eine Botschaft? Und wann ist der Zeitpunkt in der Woche, wo sie am ehesten kauft? Und dann Testen, Testen, Testen…

 

Ansonsten gilt:

 

  • Bounce Rates sind morgens am höchsten
  • Open Rates sind am Wochenende am höchsten (45%)
  • Open Rates sind morgens 53% höher
  • Click Through Rates sind am Wochenende und früh morgens 10% höher als sonst
  • Die Beste Sendefrequenz für Newsletter sind ein bis viermal im Monat
  • Die höchste Unsubscribe rate gibt es bei Usern, die kürzer als 10 Tage registriert sind
  • Gleichzeitig gibt es bei Usern, die kürzer als 10 tage registriert sind, die höchste Click Through Rate (CTR)

(Grafik von socialmediagraphics)

Feb 142011
 

Apple ist oft Vorreiter, was Design & Marketing angeht. Auch Apples Marketingmaßnahmen sind immer konversions-optimiert, was nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich ist. Flowtown hat mal analysiert, wie Apple einen Newsletter aufbaut:

Anatomy of an Apple Email

Quelle: Flowtown – Social Media Marketing Application

Jan 232011
 

Auf einer der ersten Panels der Midem spricht Bruce Houghton mit den beiden Musikern Damian Kulash und Imogen Heap über den eindruckvollen Verlauf ihrer Karierre abseits von Radio und anderen Massenmedien durch Social Networking und direkter Fan Vermarktung. Diese Strategie ist nicht neu, aber normalerweise ein zusätzlicher Task neben dem kreativen Prozess. Für die beiden allerdings ist das weniger ein Tool zur fankommnikation sondern wiederum ein Teil des kreativen Prozesses: