Apr 222012
 

Unbestritten ist Social Media ein wichtiger Kanal umd als Künstler und Label mit seinen Fans zu kommunizieren, aber dennoch kommt man um eine eigene Weeseite als Hub für potentielle Fans und Kunden und als direkter Promo- und Absatzkanal nicht umhin. Das wird leider immer noch und auch wieder unterschätzt und viele Musiker konzentrieren sich lieber auf andere Dinge. Die Firma getsharesquare.com hat im Zuge des SXSW Festivals 1700 Musiker Webseiten hinsichtlich der verwendeten Technologen untersucht, insbesondere in Hinblick auf die immer weiter verbreitete mobile Nutzung. Die steigenden Absatzahlen vom Iphone, die rasante Ausbreitung von Android und der launch des Windows 8 mobile verbunden mit sinkenden Preisen von mobilen Datenverträgen, geben einen Hinweis, wo die User in Zukunft vermehrt im Internet surfen werden.

Die Ergebnisse sind ernüchternd: Ein Drittel aller Seiten nutzen maßgeblich Flash, was auf IOS nicht läuft, 90% der Seiten erkennen keine mobilen Browser und es gab sogar 100 Seiten, die noch Framesets verwenden und damit Mobile und Suchmaschinen das Lesen schwer machen. Knapp ein Drittel aller Seiten lassen sich ohne zoomen mobile nicht lesen und links und Buttons sind zu klein, um sie anzuklicken.

Weitere Ergebnisse hier in der Infografik:

Mrz 132012
 

 

 

 

 

 

 

 

Ab heute ist SPOTIFY offiziell in Deutschland gestartet, wer den Service noch nicht kennt, die Begrüßung Playlist ist hier, einfach mal ausprobieren.

Spotify ist ja wie alle ad supported Streaming Services sehr umstritten, insbesondere bei den Labels, aber auch bei den konkurrierenden Downloadportalen. Am Letzten Donnerstag war ich auf einem Panel auf der Cebit eingeladen, was sich mit dem Thema Verkauf vs. Nutzung beschäftigt hat. Teilnehmer waren Gerd Leonhard, der mit seinem Buch Die Zukunft der Musik – Warum die digitale Revolution die Musikindustrie retten wird vor in paar Jahren das Ende der Kontrolle propagiert hat und auch heute noch sich für eine quasi Abschaffung des Copyrights ausspricht. Weitere Panel Teilnehmer waren Thoasten Schliesche von Napster, kürzlich von Rhapsody übernommen, ein früher Player im Streaming Markt und der Marketing Manager von Juke, einer weiteren Streaming Plattform der Mediamarkt/Saturn Gruppe, die kürzlich in Deutschland live gegangen ist. Angeprangert wurde von Gerd und Thorsten die Forderungen der Musikindustrie nach Mindestvergütungen und damit der Schaffung von wirklich Nutzerfreundlichen Verwertungsmodellen im Markt. Spotify, die Anteile, sog. Equity Shares an die Majors gegeben haben sollen, würden mit ihren Preisen die Konkurrenz unterbieten (so Thorsten Schliesche), Gerd Leonhard ist das Preismodell immer noch zuviel und Juke stand außen vor und verläßt sich auf die kommende Präsenz von Juke „in der Fläche“, also am Point Of Sale in den Saturn Märkten. Ansonsten gibt es an Streaming Diensten in Deutschland noch Simfy, die nicht wirklich präsent sind, sowie die kürzlich in Deutschland gestarteten Services DEEZER und RDIO, die beide keine Free Version anbieten, und eigentlich auch nur in der Beta Phase in Deutschland agieren. So ist neben Simfy eigentlich nur Spotify mit einer Werbefinanzierten Lösung am Start. Wenn man sich die Konversionsraten zu Premium in den anderen Ländern anschaut, scheint diese Strategie auch aufzugehen. Ad Suported Revenue, so sind sich auch die meisten einig, wird langfristig nicht als ausschließliche Lösung funktionieren, so sind die Einnahmen noch zu gering. Spotify genießt jedenfalls in der Branche schon eine gewisse Bekanntheit und hat schon in anderen Ländern bewiesen, dass sie einen MArkteintritt gut umsetzen können. Allerdings hat Spotify immer noch keine Gema Lizenz laut Golem, was natürlich etwas fragwürdig ist…

Spotify geht mit drei Tarifen online:

Spotify Free – ist der Gratis-Service, kostenlos und on-demand Zugang zu Millionen von Songs, werbefinanziert durch Banenr und später auch Audio Werbung.

Spotify Unlimited – enthält alle Features der Gratis-Version, ermöglicht Dir den Zugang zu Spotify auf Deinem Computer aber ohne Werbeunterbrechung. Kostenpunkt: 4,99 Euro im Monat.

Spotify Premium – bietet werbefreien Musikkonsum, höhere Klangqualität und Zugriff auf jede Menge exklusiver Inhalte, Gewinnspiele und Sonderangebote. Der clou ist der Offline Use auf dem Desktop und Mobieltelefon. Premium kostet 9,99 Euro monatlich.

 Und was ist nun zu tun als Musiker und Label?

Spotify ist und bleibt umstritten, was das Einkommen für den Musiker angeht. Allerdings, so sind sich viele einig, wird sich das ändern, je mehr User den Service nutzen, insbesondere den Premium Service. Ich habe ja schon in einem Post Strategien skizziert, wie man Spotify nutzen kann (Release Strategien auf Spotify).  Ansonsten kann man auf der PR Welle reiten und als First Mover einen Labelaccount anlegen, und Playlists über seine DTF Kanäle verbreiten und so User zum streamen animieren. Denn eins sollte man nicht unterschätzen: Streaming Services wie Spotify bieten mit ihrer Gratis Version eine echte Alternative zu Piraterie Angeboten, wenn es um das entdecken von Musik geht und wer die Vorzüge eines Premium Accounts kennengelernt hat, will diesen schon bald nicht mehr missen. Und entdecken kann man als Label und Musiker versuchen zu fördern, besonders, wenn man einen Service nutzt, der erst einmal kostenlos ist. Und: Wer sich einen Download kauft, vergütet den Künstler nur einmalig, ein Spotify user andauernd, jedesmal, wenn er einen Track anhört. Wer als Musiker natürlich keinen Erfolg hat, wird weder auf Streaming Services noch im CD Markt ein Einkommen generieren.

Mrz 052012
 

Nun ist es endlich soweit, am 30. März 2012 werden alle Seiten auf Facebook für die Timeline freigeschaltet. Es gibt einiges zu beachten:

1. Es besteht die Möglichkeit, falls man nicht schon jetzt sein Timeline Profil online stellen möchte, dieses sich schonmal anzuschauen, über die Preview Funktion. Man hat noch bis zum 30.3. Zeit, alles auszutesten, Header Images zu testen, die ABOUT Sektion zu überarbeiten etc.

2. Das Timeline Cover Photo
Es ist das Aushängeschild einer jeden Seite. Die beste Qualität erzielt man, wenn man die Abmaße 850×315 pixel wählt. Ein paar Inspirationen gibt es auf www.facebook.com/about/pages
Es gibt ein paar DONT’S zu beachten:

a) Keine Verkaufsaufforderungen oder „Download hier…“

b) Keine Kontaktinformationen, Website Adressen oder sonstige Infos, die in die ABOUT Sektion gehören

c) Keine Calls To Action wie: „Get it here“, „Empfehle uns weiter“

Das bedeutet: Es gibt keine „Gating Pages“ mehr, mit denen man User auf seine Seite locken kann.

3. Erweiterte „Über uns“ / About Sektion
Dieser Bereich wurde von 70 auf 170 Zeichen erweitert und erscheint jetzt direkt unter dem Timeline und Profil Foto.

4. Mehr Links
Links in der Biografie, Beschreibung etc. werden jetzt automatisch zu Hyperlinks

5. Veränderung der Post Daten
Solange die Timeline noch nicht online geschaltet ist, kann man noch das Datum einzelner Posts verändern, einfach auf den Post gehen, auf „Edit“ und „Change Date“

6. Highlighting und Pinning
Man kann jetzt Posts einerseits Highlighten, indem man sie auf zwei Spalten Breite erweitert oder auch ältere Posts durch „Pin to top“ im Bearbeiten Menü ganz nach oben schieben.

7. Anzeigen von Third Party App und Fan Posts
Es gibt jetzt die Möglichkeit, Posts von Third Party Apps und Freunden gruppiert darzustellen

8. Nachrichten
Ein sehr praktisches neues Feature ist, dass man jetzt direkt Nachrichten seiner Fans bekommen kann, eine sehr hilfreiche Funktion in der direkten Kommunikation

9. Freunden empfehlen
Auch lässt sich jetzt im Backend seine Seiten einfach seinen Freunden empfehlen…

10. Neue, verbesserte INSIGHTS
Die Insights geben jetzt mehr Informationen preis, u.a. von wo neue „Likes“ kommen und eine verbesserte Darstellung der Performance und Viralität einzelner Posts…

11. Apps und Tabs
Wie schon erwähnt, gibt es die Gating Pages nicht mehr. Es lassen sich jetzt 12 verschiedene Tab auswählen, wobei nur 2-3 angezeigt werden.

Die einschlägigen Firmen wie Reverbnation, Rootmusic und Fanbridge haben schon verkündet, ihre Produkte dem neuen Timelinedesign -funktion anzupassen…

Also los: Testen und probieren!

Jan 172012
 

Die Debatte ist eigentlich nicht neu, zumal Spotify, Deezer, Simfy etc. schon seit einer ganzen Weile in Europa am Start sind (Spotify zwar noch nicht in Deutschland, aber nach dem Launch von Deezer nur noch eine Frage der Zeit). Doch nichts hat die Debatte so angeheizt, wie der US Launch von Spotify und die damit verbundenen Gerüchte, dass Künstler wie Coldplay, Black Keys und Adele ihre aktuellen Alben nicht auf Streaming Services stellen, um ihre Album Verkäufe nicht zu gefährden… Natürlich steht es jedem Künstler frei, seine Alben dort zu veröffentlichen bzw. zurückzuhalten wo er möchte. Aber für wen macht das eigentlich Sinn? Vielleicht muss man ein Coldplay sein: Die Nummer 5 der Album Charts (Coldplay) in den US letzte Woche hat  weniger als 30.000 Einheiten verkauft, also wie lange sollte man ein Album zurückhalten, bevor man es auf Streaming Services veröffentlicht? Fakt ist, dass es sich sicher ändern wird, wenn Streaming Services größere Marktanteile erreichen werden.

Für „große“ Bands ist es eine einfache Rechnung: Wie lange kann ich ein Album zurückhalten, bis es an die Hauptkäufer abverkauft, bevor ich es (bspw. durch Streaming Services) einer größeren Masse zur Verfügung stelle, um bspw. meinen bekanntheitsgrad zu erhöhen, meine Tourdates promote etc. Oder genauer: Wieviel Alben muss ich digital + physikal verkaufen, um das investierte Geld für die Produktion und das Marketing wieder zu recoupen, idealerweise in den ersten Wochen nach Releasedate, bevor ich es auf Streamingservices stelle. Das wäre dann bspw. Teil einer Strategie, wo ich den ersten Teaser Track zwei Monate vor VÖ als Free Download anbiete, gefolgt von einer Single mit Video einen Monate vor Album VÖ, den exlkusiven Album Stream eine Woche vor VÖ und das Liveschalten auf Streaming Services vier Wochen nach Album VÖ.

Das impliziert allerdings drei Dinge: 1. Der Glaube an die Kanibalisierung der Downloads- und CD Verkäufe durch Streaming Services und 2. Der Glaube daran, dass die Fans das CD Album eher kaufen, wenn sie es nicht vorher anhören können 3. Das Vertrauen, dass die Nachfrage stark genug ist bzw. einen kritischen Punkt erreicht hat, um auf eine größere Reichweite von (Free) Streaming Services zu verzichten.

Gut, sicherlich macht eine Zurückhaltungsstrategie für einige Künstler Sinn, insbesondere im Chart Bereich. Jedoch muss sich jeder Gedanken machen, wo ein Album hinsichtlich der drei o.g. Punkte steht. Unter Umständen lässt ein Album viel höhere Verkäufe zu, wenn es von mehr Leuten gehört wird. Alternativ zum späteren Release gibt es auch die Möglichkeit, weniger Tracks zu veröffentlichen, was dem Album Konzept natürlich etwas widerspricht. Allerdings sind viele Alben heutzutage eh nicht wirklich ein einheitliches Gesamtkonzept bzw. entscheidet der Konsument, welche Tracks er überhaupt haben möchte (schaut man sich einmal Verkäufe auf iTunes an, mag es u.U. verblüffend sein, wie wenig teilweise Alben im Vergleich zu Einzeltracks gekauft werden. Und der Konsument bzw. insb. der Fan möchte vielleicht das Album vorher streamen, bevor er es sich „kauft“. Der im Musik Marketing hochstilisierte „hardcore Fan“ ist unter Umständen verärgert, wenn man ihn einschränkt in der Art, wie er Musik entdecken kann, insbesondere, weil die Gründe für eine Selektion der Outlets in Hinblick auf Streaming Services stark wirtschaftlichen Charakter haben. Und das können sich nicht viele Künstler leisten.

Wo wird das hinführen? Vielleicht stellt man sich diese Fragen in ein paar Jahren nicht mehr, da die Unterscheidung des Formats obsolet ist oder die Strategien sind weitaus ausdifferenzierter als heute. Wie findet man es heraus? Indem man verschiedene Strategien testet und die (vorerst) beste für sich findet…

 

 


Dez 072011
 

Nach Simfy bekommt Deutschland einen weiteren großen Streaming Dienst. Der französische Service DEEZER, seit vier jahren in Frankreich online, gibt nach dem launch in UK und Belgien seine internationale Ausweitung bekannt. Damit kommen sie vor Spotify, die sich momentan auf Nordamerika konzentrieren, nach Deutschland und nehmen es mit Simfy auf.
Deezer verfolgt eine aggressive Expansionstrategie und geht auch in Ländern online, die bisher keine legalen Musikangebote online haben.

Hier die nähere Launch Planung laut hypebot:

• 8. Dezember 2011: Irland, Niederlande
• bis 31.12.2011: Rest Europa: 45 Länder incl. Spanien (13. Dez.), Italien (14. Dez.), Deutschland (15. Dez.) & Russland (16. Dezember)
• Bis 31. Januar 2012: Kanada und Latein Amerika (38 Länder)
• Bis 28. Februar 2012: Australien, Asien und Afrika (41 Länder)
• Bis 30. Juni 2012: Rest der Welt (115 Länder)

USA und Japan spielen im Moment keine Rolle in Deezers Expansionsplänen, wohl auch wegen der hohen Lizenzkosten und der aktuellen höheren Konkurrenzdichte in den USA.

Der Laucnh wird über Facebook koordiniert und Deezer wird nach eigenen Angaben 75% des weltweiten Musikmarkets bis 2016 abdecken. Wichtiger Part bei Deezers Expansionsplänen werden eigene Redaktionelle Units in den Länder spielen sowie weitreichende Kooperation mit Mobilfunkgesellschaften, was in Frankreich und UK mit Orange schon funktioniert…

Nov 222011
 

Midem hat ein Crowdsourcing Video gedreht, in dem sie Künstler, Manager und Musikindustrie Experten gefragt haben, „Warum Direkt to Fan?“
Die Antworten zeigen, dass wenigstens für die Befragten, das dies der Weg ist, wo es lang geht…

Die wichtigsten Aussagen in Kürze:

Künstler:

Ed O’Brien, Radiohead: Die wichtigste Beziehung ist die zwischen Band und den Menschen, die die Band lieben. Und wir haben die wundervolle Möglichkeit, das zu erreichen: durch das Web.

00:22 Zoe Keating: Es ist möglicherweise die einzige Möglichkeit, wie ein experimentieller Künslter wie ich erfolgreich sein kann. Weil niemand zwischen mir und dem steht, die einzigen Entscheidungen, sind die des Künstlers.

00:57 Gold Motel (Greta Morgan & Dan Duszynski): Als Musikliebhaber wissen wir, wie toll es ist, denjenigen zu treffen, den wir lieben. Jetzt, wo wir in einer Band sind, wissen wir zu schätzen, mit denen in Verbindung zu treten, die daran interessiert sind.

01:19 Michelle Phelan, Carosel: Ich möchte eine persönliche Beziehung zu meinen Fans haben. Ich rede mit ihnen, ich beantworte jede Nachricht. Die Leute scheinen eine authentische Erfahrung zu wollen, ich freue mich, diesen bedarf zu erfüllen. Mein persönliches Facebook Profil ist offen für alle.

01:41 Sydney Wayser: Immer mehr Künstler scheinen herauszufinden, was sie sagen möchten und wie sie das ihren Fans mittleilen wollen und ich bin neugierig, was das alles sein wird!

MANAGER

02:25 Emily Gonneau, Unicum Music (OK Go (EU), Carosel, Emilie Chick): Es wird langsam Zeit, dass Künstler in das Zentrum des Musik Business treten. So viele Künstler wurden durch D2F befähigt selbst zu entscheiden, was sie wann und wie ausdrücken wollen, sdoass wir als Partner und einfach nur auf deren vision fokussieren und den Aufgabe erfüllen können.

02:56 Emily White, Whitesmith Entertainment (Brendan Benson, Gold Motel, Sydney Wayser, Urge Overkill): D2F ist wichtig als der Weg, um Musik vom Künstler zum Fan zu bringen. Anstatt sich auf teure Radio Promo Teams und Promoter zu verlassen, können wir Fans emailen und sie um einen „Tweet“ oder „Like“ für einen Free Track bitten. Auf diesem Weg bekommen wir ihre Kontaktinfos und bleiben immer mit ihnen im Kontakt, idealerweise die ganze Karieere des Musikers lang…

EXPERTEN

03:31 Sam McGregor, Good Lizard Media: D2F ermöglicht Künstlern ihr Verkaufsmodell so anzupassen, dass es genau auf ihre Fans zugeschnitten ist und das führt zu einer langfristigen und profitableren Bindung.

03:52 David Riley, Good Lizard Media: D2F ist mehr als ein weiteres Einkommenmodell für Künstler. Es ist ein Model, was die Fansbase sowohl aktiviert als auch entwickelt. So kannst du deine Produkte der Fanbase geben, die sie auch kaufen möchte und dadurch wird eine engere Beziehung zwischen Fan und Künstler aufgebaut. Das ist mehr als nur eine CD in einem Laden zu verkaufen…

04:19 Martin Frascogna, DIY Künstler Anwalt: Fans brauchen nicht zwangsweise den alten Marketing Plan, der auf die Masse abzielt. D2F hat es den Künstlern nicht nur erlaubt, das alte konformistische System zu umgehen, es erlaubt ihnen auch ein organisch wachsendes Geschäft zu entwickeln, das sich ihren und den Bedürfnisssen der Fans anpasst.

Soweit die Statements. Sicherlich ist dieser Clip recht einseitig und zielt auf etabliertere Künstler ab, die schon eine Marketing Maschinerie durchlaufen haben, aber auch für weniger etablierte Künstler schein D2F ein Kanal zu sein, der, wenn auch nicht ausschließlich, ein wichtige Rolle im Musikmarketing spielen wird.

Nov 192011
 

Google ist diese Woche in den USA mit ihrem Music Service unter music.google.com. mit umfangreichen Musik Entdeckungs und Sharing Funktionen, mobile Payment und direct to fan Funktionalitäten für Independent Artists. Zusätzlich gibt es, wohl auch als Angriff auf Apple einen gratis Cloud Storage für bis zu 20.000 Musikstücke, die Plattformübergreifend gestreamt werden können (inkl. iOS. Die Downloads (320 kbit mp3) sind zusätzlich in den  Android app store integriert.
Google geht mit 8 Millionen Songs and den Start (Sony, UMG, EMI, Merlin dutzende Indiependent Labels via  IODA, InGrooves und The Orchard.

Einzigartig unter den Music Services ist die „Google Music Artist Hub“, wo Künstler Landing Pages erstellen können und selbstständig Musik hochladen und Preise setzen können und dann direkt an ihre Fans verkaufen können. Registrierungsgebühr ist 25$ und 70% Ausschüttung. Die Sales links werden auch dem neuen Merch Store auf Youtube hinzugefügt werden.

Das Empfehlungs- und Sharing System ist auch bisher einzigartig. user können beliebige tracks per email versenden (als link) oder in ihren Google+ feed posten, wo sie einmalig umsonst gestreamt werden können. Songs, Alben und Playlisten in der Cloud können auch zum Offline Abspielen markiert werden und synchen dann automatisch mit dem jeweiligen Device. T-Mobile wird als Payment Provider mit Google zusammmenarbeiten.

Google Music schon jetzt von Deutschland aus anschauen:

Über die Android App kann man schon jetzt einige Funktionalitäten anschauen, allerdings ist die nicht im deutschen Android Market erhältlich. In dem Blog Gadgetian gibt es aber Download links zu den Installationsdateien: http://gadgetian.com/27625/google-music-app-4-0-9-download/



Nov 102011
 

Facebook hat diese Woche in ihrem Developers blog zwei Monate nach der f8 Konferenz, wo der neue Open Graph und damit facebook Music und die Facebook Timeline vorgestellt wurde, erstmals Resultate präsentiert. Seid f8 haben die facebook user ihre Musik Aktivitäten mehr als 1.5 Milliarden Mal geteilt, indem sie die Music Apps, die im Open Grapph integriert sind, genutzt haben. Dadurch haben einige der dort präsenten Music Services ihre aktive Usersbase mehr als verdoppelt und kleinere Music Startups bis zu 10-fache Steigerung ihrer User verzeichen konnten.

Einige Entwicklungen seit f8:

  • Spotify: Eins der wichtigsten Social Music services hat nach ihrer Expansion in die US im Sommer seit f8 mehr als vier Millionen neue User gewonnen.
  • Earbits: Das Startup, das von Musikern gegründet wurde hat eine 1350 % Steigerung in der Anzahl der User zu verzeichnen, die Fans der Band wurden, deren Music sie konsumieren.
  • MOG: Das einzigartige Social Business Modell hat seit f8 zu 246% Wachstum geführt.
  • Rdio: Ihre starke sociale Ausrichtung hat zu einer 30fachen Steigerung der Registrierungen über Facebook geführt
  • Slacker: Slacker, was über Mobile, TV, Autos und web zu benutzen ist, hat seit f8 11x mehr aktive User bekommen.
  • Deezer: Der französicche Service hat seiner Open Graph Intergration mehr als 10000 User pro Tag hinzugewonnen.

Open Graph Best Practices
Es gibt einige Übereinstimmungen, was alle erfolgreichen Open Graph Apps gemeinsam haben:

  1. Sozial verbundene User Mit einer Grundmasse von Usern, die vom ersten Tag an die Inhalte mit ihren Freunden teilen können, ist man gewapnet für die Soziale Erfahrung.
  2. Soziale Erfahrung Sobald man mit Usern verbunden ist und man den Benefit der Soical Erfahrunge rübergebracht hat, profitiert man von einersteigenden Zahl von Shares und Viraler Verbreitung der App durch den News Feed, dem Tciker und der Timeline.
  3. Geteilte Inhalte haben nachhaltigen Wert. Neben der direkten Verbeitung der Inhalten über den Ticker und News feed, bringt die Präsenz in der Timeline langfristigen Wert für den User und deren Freunde, wenn sie über lange Zeiträume diese Inhalte weiterverfolgen.

Soweit so gut. Bleibt abzuwarten, wann die Timeline jetzt wirklich startet und welche Akzeptanz diese bei den Usern hat.

Nov 082011
 

Der Knall war kaum zu überhören, heute hat Google den Launch seiner Seiten (Pages) bekannt gegeben und gibt nun Marken und Bands die Möglichkeit, sich in dem Sozialen netzwerk zu präsentieren. Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Fans sich mit Seiten verbinden können, zum einen über eine Empfehlung durch den +1 Button oder indem sie Seiten einem Kreis zuordnen, um damit Updates in ihrem Stream zu sehen. Zusätzlich gibt es zwei Integrationen durch die Google Suche mit der sich Seiten Kreisen zuordnen lassen. Zum ertsen erscheinen Google+ Seiten in den normalen Suchergebnissen, zum zweiten kann man direkt nach Seiten suchen, indem man bspw. einem Bandnamen ein „+“ voranstellt. (hier ist ein Beispielvideo)

Ein Bespiel für eine Google+ Seite für Bands, die Google als Refernz angibt ist die Band All American Rejects.

In den nächsten Tagen wird dieses Feature wohl für die Allgemeinheit freigeschaltet. Nun heißt es schnell sein und sich seine Band und Marken Namen zu sichern. Aber wie funktioniert das genau?

Als erstes geht man zur Google+ Seite, auf der man Pages erstellen kann: plus.google.com/pages/create. Her loggt man sich mit seinem Google Account ein. Ist man schon freigeschaltet kann man mit der Erstellung und Registrierung seiner Seiten beginnen:

1. Schritt – Seite erstellen und Kategorie auswählen

Im ersten Schritt nach dem Login und der Auswahl „Neue Seite erstellen“ muss man als erstes eine Kategoire auswählen. Es stehen hier fünf Kategoriegruppen zur Auswahl:

1. Lokales Geschäft (Geschäfte, Restaurants, Hotels, Dienstleister …)
2. Produkt oder Marke (Mode, Autos, Elektronik, Finanzdienstleistungen …)
3. Unternehmen, Einrichtung oder Organisation (Firmen, öffentliche Einrichtungen, gemeinnützige Organisationen …)
4.  Kunst, Sport oder Unterhaltung (Film, Fernsehen, Musik, Bücher, Theater, Sport …)
5. Sonstiges (Verwenden Sie diese Kategorie, wenn Ihre Seite in keine andere Kategorie passt)

Nach der Auswahl der groben Kategorie, kann man auf der rechten Sete in einem Pulldown Menü eine Unterkategorie auswählen.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Schritt: Gestaltung der Seite

In diesem Schritt kann man der Seite eine kurze Beschreibung hinzufügen und ein Profilfoto oder Logo hochladen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Schritt: Die erste Verbreitung

Im dritten Schritt kann man seine neue Seite schon auf Google+ teilen und an seine Kreise publizieren. Dies bezieht sich natürlich auf das persönliche Profil des Erstellers.
Nun kann man auf „Fertigstellen“ klicken und die erste Seite ist schin publiziert, wenn auch erst rudimentär.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Schritt – Die Seite ist Online, der Startscreen

Nun ist die Seite online und wir befinden uns auf der Startseite. Wir sehen den noch leeren Stream, auf der rechten Seite gibt es die Funktionen „Seite an meine Kreise beannt machen“ und man kann dort einen sog. „Hangout“ starten, eine interessant funktion zur direkten Kommunikation mit der Fansbase.
Im Oberen Bereich gibt es vier Menü Icons, die jetzt kurz vorgestellt werden. Auf „Home“ befinden wir uns gerade…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5. Schritt – Fotos hochladen

In diesem bereich kann man Fotos zu seiner Seite hochladen, Alben anlegen oder auch Fotos aus seinen Kreisen anzeigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

6. Schritt – Das Profil

Hinter dem dritten Icon im Header verbirgt sich das Profil, hier sieht man seine Profilübersicht, hier kann man seine Basic Infos editieren, Fotos + Video editieren und freigeben etc.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

7. Schritt – Die Kreise

Hinter dem vierten Icon verbirgt sich die Ansicht der Kreise der Seite, hier kann man User Kreisen hinzufügen und editieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eigentlich recht intuitiv gemacht und funktional sicherlich noch nicht ausgeschlachtet. Es bleibt spannend, was noch folgen wird. und nun viel Spass und Erfolg beim Erstellen eurer ersten Seiten auf Google+.

 

Nov 012011
 

Eigentlich ist es doch ganz einfach: Man muss sich nur ein tolles virales Tool überlegen, was genug Anreiz einer Weiterverbreitung bietet und schon hat man den perfekten Selbstläufer zur Vermarktung seiner Band, Musik, Produkt etc. Einmal investiert in eine kreative Idee und potenzierter Erfolg stellt sich ein und verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Prima. Eigentlich ist das das Ziel eines jeden Facebook Posts und Tweets. Wer im Online Marketing unterwegs ist, kennt diese Herausforderung zu genüge und die guten Ratschläge der anderen, man solle doch „auch mal sowas initieren und dann läufts“. Genauso wie es Ratschläge gibt, gibt es auch „Experten“ und „Agenturen“, die vorgeben, zu wissen wie es läuft und die sowas als Kern ihrer Strategie darstellen. Nur sollte man denen, die vorgeben zu wissen, wie es läuft lieber keinen Glauben schenken. Denn die wissen es meist erst recht nicht, zumal sich virale Effekte schwer duplizieren lassen.
Die Firma Kissmetrics hat ein schönes Cheatsheet gepostet, welches sieben Tips gibt, um viralen Kampagnen im Netz zu einem guten Start zu verhelfen:

1. Hör auf, neutral zu sein
Im Viralen Marketing geht es um Emotionen. Du musst provozieren, sei es positiv oder negativ. Die Menschen wollen sich auseinandersetzen, dagegen oder dafür sein. Niemand postet etwas weiter, was keine Aussage hat, die Meinung eines Menschen unterstützt oder entgegensteht…

2. Tue Unerwaretetes
Die Mehrheit stellt sein Produkt in einem guten Licht dar und versucht eine positve Message rüberzubringen. Mach es anders. Schau, was sich bei Youtube viral am besten verbreitet. Z.B. die Videos des Typen, der alles mögliche in einen Mixer wirft um es zu zerlegen, iphone + ipads und alles, was man sich vorstellen kann. Das ist ungewöhnlich und zieht die Leute an wie Fliegen (ok, das ist kein schönes Bild…)

3. Sei nicht werblich
Versuche nicht, deine Marketingbotschaft oder dein Produkt in den Vordergrund zu stellen. Überlege dir etwas kreatives und focussiere dich auf die Story. Alles andere kommt von selber, das wird deine Message/Produkt schon transportieren…

4. Überlege dir, wie es weitergeht
Ok, deine virale Kampagne ist am laufen und verbreitet sich. Nun versuche, die Aufmerksamkeit der Leute zu halten. Mach eine Fortsetzung, gib ihnen, wonach sie verlangen. Dann kannst du anfangen, deine Marke vorzustellen…

5. Sharing is caring
Animiere Leute, den Inhalt zu teilen und mach es ihnen einfach, biete Icon links zu Social Networks, Embedding Codes etc. Mach es ihenen so einfach, wie möglich…

6. Kümmer dich um die Kommentare
Stelle eine Verbindung zu den Leuten her, gehe auf ihre Kommentare ein und nutze sie. Das gibt ihnen das Gefühl, ein Teil des Ganzen zu sein. und sie werden es weiter verbreiten…

7. Keine Einschränkungen
Virales Marketing lebt von der uneingeschränkten Verbreitung, jeder muss Zugang haben. Verzichte auf Registrierungen, Downloads, Memberships etc. Es muss einfach zugänglich sein für jeden. Jede Hürde verschlechtert das Verbreitungspotential.

ZUSATZTIP:

Oftmals ist es schwer, eine kritische Masse zu erreichen, bis die Kampagne zum Selbstläufer wird. Man kann davon ausgehen, das bspw. bei Videos auf youtube erstmal 10% der views der Zielviews erreicht werden müssen, bevor sich das Video „von selbst“ verbreitet. Kann die kritische Masse nicht natürlich erreicht werden, muss man mit Marketing nachhelfen, bspw. adwords schalten oder auf facebook sponsored Posts initieren. Es gibt auf webservices wie www.tweetforatrack.com bzw. paywithatweet.com oder auch shareifyoulike.com, mit deren Hlfe sich kritische Massen erreichen lassen.