Tom

Nov 282013
 
MARK

Als börsennotiertes Unternehmen mussten SFX, die Beatport im März dieses Jahres für knapp 60 Millionen US$ erwarben, ihre Bilanzen über die Nasdaq frei zugänglich machen wo sie auch ihre Unternehmensbeteiligungen und Strategien kommunizieren. Beatport spielt in der Strategie zur Eroberung der EMC (Electronic Music Culture) eine wesentliche Rolle für SFX, die hauptsächlich im Event Bereich aufgestellt sind. Ihre Beteiligungen umfassen: Beatport100%, Disco Donnie Presents (Festival Promoter) 100%, ID&T Holding B.V. 75% einem internationalen Festival Veranstalter, i-Motion GmbH Events & Communication 60%, Deutscher Veranstalter, u.a. nature One Festival, Life in Color 100%, Festival Veranstalter, MMG Nightlife LLC 80% (Veranstalter in Florida).

„We are also addressing the demand from the growing EMC community for music, engaging content and social connectivity between and around live events. A key component of this initiative is Beatport, which is the principal source of music for EMC DJs and a trusted destination for the growing EMC community. Beatport is a vital channel for over 200,000 registered DJs and artists to launch music and connect with fans. In addition, Beatport has a rapidly growing fan community, with approximately 40 million unique visitors in 2012 (according to Google Analytics), who primarily use the site to discover and stream music, follow DJs and keep abreast of EMC news, information and events.“

In dem Geschäftsbericht wird auch die Bilanz von Beatport von 2011 und 2012 veröffentlicht. Demnach hat Beatport im Geschäftsjahr 48 Millionen US$ Umsatz gemacht (2011: 44 Millionen), davon wurden 33 (2011: 31) Millionen USD$ an direkten Kosten abgezogen und vom Brutto Gewinn nochmal 16 Mill USD$ (2111: 14 Mill USD$) an operativen Kosten. Das ergab für 2012 einen Verlust von 1.7 Mill. US$ (2011: 1.3 Mill.US$).

Obwohl SFX Beatport sicherlich als Strategisches Asset in ihrem Protfolio ansieht, wird sich in Zukunft zeigen, wie die Shareholder durch Wachstum zufriedengestellt werden und was Beatport dahingehend an ihrem Geschäftsmodell bzw. deren Ausrichtung ändert.

Der komplette Geschäftsbericht von SFX, denen auch die Unternehmen gehören ist hier einsehbar und verrät viel über deren Strategie und was sie sich von Beatport versprechen.

Nov 242013
 

Spotify konnte letzte Woche eine neue Finanzierungsrunde von 250 Millionen US$ durch die Venture Capital Firma Technology Crossover Ventures vermelden und damit genug Geld in der Kriegskasse, weiter seine Dominaz auf dem Streamingmarkt auszubauen, in Zeiten, wo selbst Giganten wie Apple und Google weiter auf den Markt drängen.

Im März dieses Jahres wurden zum letzten Mal Zahlen veröffentlicht: Sechs Million Premium Kunden und 24 Millionen Kunden weltweit. Seitdem sind die Nutzerzahlen angeblich weiter gestiegen, alleine stiegen in den letzten 12 Monaten die Anzahl der Märkte, wo Spotify erhältlich ist von 17 auf 32. Mit der neuen Finanzierungsrunde ist das Kapital auf 4 Mrd. US $ gestiegen.

Die Konkurrenz könnte weiter unter Druck geraten,lifestyle-1 letzte Woche hat RDIO einen großen Teil seiner Belegschaft entlassen (wie schon vor einigen Wochen der US Konzern RHAPSODY, der kürzlich Napster übernommen hatte. US Radioservice PANDORA, der nach wie vor Platzhirsch in diesem Segment in den USA ist mit 200 Millionen Nutzern hat kürzlich verkündet, immer noch defizitär zu sein.

Selbst der launch des US services BEATS  und der angekündigte Start von DEEZER wird Spotifys Marktdurchdringung wohl in den USA wenig entgegenzusetzen haben, sollte sich deren Serviceangebot nicht signifikant unterscheiden und vielleicht doch eine besseres Userfeeling anbieten. Die Kapitaliserung von Spotify und die damit verbundenen Möglichkeiten, den Service auszubauen und zu vermarkten wird Spotify weiterhin einen klaren Vorteil bieten.

 

 

Okt 062013
 

GOOGLE gehört zu einem der ältesten Internetfirmen, die heute relevant sind im Markt. 15 Jahre mögen jetzt nicht alt klingen, aber wieviel Internetfirmen fallen einem noch ein, die heute noch aktiv sind neben Yahoo, AOL und natürlich Google. Yahoo hat sich ja in letzter Zeit etwas erholt, kann aber nicht annähernd an die Marktrelevanz von Google heranreichen.

Zum 15. Geburtstag hat sich das Statistik Portal Statistica an ein Infochart gewagt, dass mit sieben Grafiken Google Dominanz illustriert:

1. Werbeumsatz 2013
Google wird im Jahr 2013 38,6 Mrd. US$ Umsatz im Onlinewerbegeschäft machen (Zum Vergleich Facebook: 6,4 Mrd US$)

2. Mobile Werbung 2013
Der Marktanteil von Google am Mobilen Werbemarkt beträgt 53% (Facebook: 16%)

3. Browser Marktanteil 2013
Der Marktanteil von Chrome beträgt 43% (Internet Explorer: 26%, Firefox 20%)

4. Monatliche Suchanfragen
Monatlich gehen bei Google 114,7 Mrd Suchanfragen ein (im Vergleich Chinas Suchmaschinenriese Baidu 14,5 Mrd.) (Standt Dez 2012)

5. Suchmaschiennutzer
Monatlich nutzen Google 1,168 Mrd Nutzer (im Vergleich Chinas Suchmaschinenriese Baidu 293 Mill.)

6. Marktanteile Mobile Betriebssysteme
Im zweiten Quartal lag der Marktanteil von Google Android bei 79% (Apple iOS 14%) und es werden täglich rung 1,4 Millionen Android devices neu aktiviert.

7. Meistgenutzte Smartphone Apps
Googles natives Kartensystem Google Maps gehört mit 54% zur meistenutzen Apps unter den App Nutzern, Facebook erreicht „nur“ eine Nutzung von 44%.

Bleibt abzuwarten, wie sich Google+ weiter entwickeln wird, nachdem Google kurzlich die Youtube Nutzerprofile mit Google+ zusammengeführt hat. Kurz nach dem launch von Google+ blieb die Nutzung hiner den Erwartungen zurück und der „Facebook killer“ hat bisher wenig Marktanteil erreichen können. Durch die Konsolidierung der Google Dienste könnte sich das aber langsam ändern. Schaut man auf die weltweite Abdeckung von Android devices lassen auch andere Google Dienste, wie das in Google Play integrierte Google Music weiteren Wachstum erwarten.

Google Marktdominanz

Aug 192013
 

Der momentane Hype um iTunes Radio ist groß, alle warten gespannt auf den Launch des Radioservices des Marktführers im Bereich Digitaler Musik. Da der Service erstmal in den USA online gehen wird und sich dort in direkte Konkurrenz des dortigen Platzhirschen PANDORA begibt, bleibt es spannend, wie sich dieser Bereich weiter entwickelt. (Mehr über iTunes Radio in diesem Post). Aber auch international wird das Thema Online Radio Streaming sicherlich an Bedeutung gewinnen und gerade in Hinblick auf die Übermacht von großen terrestrischen Radiostationen mit Top50 Hit Programmen eine immer größere Alternative für Musikkonsumenten darstellen.

In Deutschland, wo dieses Thema noch nicht wirklich in der Masse präsent ist, gibt es eine kleine Berliner Firma, die sich das Thema personalisiertes Radio auf die Fahnen geschrieben hat (und auch eine Lizenz besitzt). In einem Interview gibt dessen CTO, der 2012 bei Aupeo war und jetzt beim renommierten Fraunhofer Institut arbeitet einen Einblick in die Arbeitsweise von Aupeo und wie man seine Musik in den Sender bekommt: http://youtu.be/iwFEf0xAhlU

 

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Aug 112013
 

Es ist kein wirklich neuer Konflikt, schon in der Vergangenheit haben Künstler verinzelt ihre Alben von Spotify runtergenommen aus Protest für vermeintlich zu geringe Einnahmen. Und es ist wieder passiert, Nigel Godrich hat vor ein paar Wochen wegen seines Projektes  „Atom For Peace“ mit Radioheads Thom Yorke und Flea von den Red Hot Chili Peppers auf Twitter angekündigt, das Album nicht auf Spotify und anderen Streamingservices zu veröffentlichen. Neue Küntsler und neue Alben von etablierten Künstlern würden unter Streaming leiden und deren Verkäufe kannibalisiert werden.

Innerhalb kürzester Zeit verbeitete sich das Statement und die Debatte kochte wieder hoch. Spotify CEO Daniel EK reagierte prompt mir einer Stellungnahme „So question should be – Why shouldn’t you do streaming?“ gefolgt von einer Pressemitteilung mit der Aussage, dass schon 500 Millionen $ bisher an Rechteinhaber ausgeschüttet wurden und bis Ende 2013 sollten es eine Milliarde US$ sein. Eine imposante Zahl.

Was kurz darauf folgte, war der Piracy Report von Spotify über eine Studie in den Niederlanden (DOWNLOAD), die den Zusammenhang herzustellen versucht, zwischen Spotify Usage und Sales. Qunitessenz ist, dass Spotify laut dieses Reports keinerlei negativen Einfluss auf Verkäufe hat.

Die große Frage ist also: Gibt es eine Kannibalisierung von Verkäufen durch Spotify oder ist es so, wie Spotify behauptet, dass das Streaming EInkommen auf jeden Fall „On Top“ kommt, d.h. zusätzliches Einkommen bedeutet. Eine Zusammenfassung der verschiedenen Positionen bietet ein Artikel des Guardian.
Es ist also eine Frage, welche Strategie man einschlägt, Streaming unterstützen oder nicht. Aber angesichts der Tatsache, das Spotify seine Reichweite und Kundenstamm kontinuierlich erhöht (z.B. durch die aktuelle Kooperation per Hardbundle auf Vodafone UK) und auch andere Streamingdienste immer mehr Reichweite erlangen wie der aktuelle Launch von GooglePlay Music All Access in 9 weiteren Terrrittorien beweist, scheint Wachstum vorrausgesagt. Und dass wird zeigen, was der Zugang zu Massenmärkten mittelfritig für das Einkommen durch Streaming für Labels und damit für Künstler bedeuten.

Letztendlich entscheiden die Konsumenten, wie erfolgreich diese Modelle werden. Es ist fraglich, wieviel Sinn es macht, sich gegen solche Entwicklungen als Rechteinhaber zu versperren. Die Verweigerung von neuen Medien war schon in dem letzten 15 Jahren nicht gerade sehr förderlich für die Musikindustrie.

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Jul 172013
 

Mit der Ankündigung von Apple im Herbst das neue iTunes Radio zu launchen, gab es ja allerlei Feedback aus der Musikszene. Die einen beschworen eine nie dagewesene Möglichkeit heraus, Musik zu entdecken, weitaus besser als das leider hierzulande nicht verfügbare Pandora (mangels GEMA Lizenz), andere heben die bessere Vergütung als Pandora hervor (obgleich angeblich die Major Labels, schon bevor die Independents überhaupt eine Benachrichtigung bekommen haben schon bessere Konditionen vereinbart haben).  Pandora hat natürlich nicht das Hardwarebusiness, was Apple erlaubt, andere Konditionen anzubieten als reine Musikservices.

iTunes Radio Pandora
Free option Ja Ja
Premium tier $24.99/Jahr $36/yJahr
$3.99/Monat
Platform iOS, Apple TV, Mac OS, Windows iOS, Android,
Windows Phone, BlackBerry,
Mac OS, Windows
Territorien U.S.A U.S.A, Australien,
Neuseeland

 

Aber die wenigsten wissen, wie der zunächst in den USA launchende Service eigentlich aussehen wird.

Richard Greenfield von BIGT Research hat dazu einen Artikel geschrieben und einen ersten Screencast der Betaversion online gestellt, überzeugt euch selbst.

Mai 252013
 

Mit dem Einzug des E-commerce in die Vertriebsstrukturen von Labels und die Direct to Fan Maßnahmen von Künstlern bieten sich Musikern und Musikunternehmen heute weitreichende vom klassischen Handel losgelöste Absatzstrukturen. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass es sehr spannend sein kann, diese Kanäle auszubauen, da man sich dort nicht mehr auf die Black Box  „klassischer Vertrieb“ verlassen muss, sondern direkt die Erfolge seines Engagements sieht.

In meiner beruflichen Tätigkeit legen wir in den letzten Jahren einen immer stärkeren Fokus auf Label Webshops und bei größeren Künstler auch Artist Webshops mit Produkten, die neben dem klassischen Tonträger auch Merchandise oder limitierte Fan Packages beeinhalten. Technisch setzen wir dort als Plattform typische DTF Widget Lösungen wie TOSPIN, Whitelabel Solutions wie SHOPIFY, aber auch größere Lösungen auf  MAGENTO Basis ein.

Der Aufbau einer Fanbase bzw. potentiellen Käufer Datenbank steht bei unseren E-Commerce Projekten immer an erster Stelle, da dies die langwierigste und auch elementarste Aktion in diesem Prozess darstellt. Wenn erstmal eine solide Basis an potentiellen Kunden aufgebaut ist, ist die Strukturierung und Optimierung des Shops ein weiterer wichtiger Aspekt. Da ich regelmäßig das Magazin Internethandel.de bekomme, bin ich in diesem Monat auf einen interessanten Artikel zum Thema Webshop und insb. Produktseiten Optimierung gestoßen. Bei vielen Kampagnen, gerade mit geringerem Budget stellt die Produktseite im Webshop gleichzeitig die Langingpage für Social Media Aktionen und Banner Advertising dar. Um so wichtiger diese auf Konversion hin zu optimieren. Dies kann Dinge wie optimierte Abbildungen, Videos, eine verbesserte Navigation, einen eindeutigen sog. „Call to action“, Cross- und Up Selling Massnahmen, Social Media Sharing aber auch Vertrauensbildene Massnahmen beeinhalten. Eine solche Conversion Optimierung ist sicherlich komplex  und kann sehr umfangreich sein, bietet aber ein großes Potential durch einen direkten Effekt auf die Sales. Eine Professionalisierung hat hier auch für kleinere Musikunternehmen und Künstler signifikante Auswirkungen auf die verkauften Tonträger, Downloads oder sonstige Artikel aus dem Bereich.

Eine Leseprobe des Artikels findet sich hier: www.internethandel.de/leseprobe-Conversion-Rate-Umsatzbooster-fuer-Produktseiten-201305.html

 

 

 Posted by at 21:10
Jan 282013
 

Pünktlich zum Ende der MIDEM habwn Mike Masnik  und Michael Ho heute in einer telefonischen Pressekonferenz ihre Folgestudie „The Sky is rising 2) zum Medienabsatz in Europa (Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Russland, Spanien) präsentiert und auf Mikes Blog www.techdirt.com bereitgestellt.


 

Online PDF findet sich hier . Ein download der kompletten Studie auf Deutsch findet sich hier:  The Sky Is Rising 2 (Deutsch)

Jan 202013
 

Auch im letzten Jahr gab es wieder allerlei Diskussionen, inwieweit die „neuen“ Streamingservices und die gleichzeitige Möglichkeit, neue Albem dort gratis oder im Rahmen eines Abos zu streamen, für geringen Albumverkäufe verantwortlich sind, also diese kanibalisieren.  Die Seite digtialmusic.org hat anhand der letztfährigen Billbord Charts sich einige Alben angesehen und in folgender Infografik illustriert, welche alben in den Top100 auch gestreamt werden konnten und welche nicht. Allerlei Futter für die Verfechter beider Seiten, es ergibt sich ein klares JAIN.

Inforgrafik zur Aknnibalisierung von Albumverkäufen ducrh Spotify & co