Aug 112013
 

Es ist kein wirklich neuer Konflikt, schon in der Vergangenheit haben Künstler verinzelt ihre Alben von Spotify runtergenommen aus Protest für vermeintlich zu geringe Einnahmen. Und es ist wieder passiert, Nigel Godrich hat vor ein paar Wochen wegen seines Projektes  „Atom For Peace“ mit Radioheads Thom Yorke und Flea von den Red Hot Chili Peppers auf Twitter angekündigt, das Album nicht auf Spotify und anderen Streamingservices zu veröffentlichen. Neue Küntsler und neue Alben von etablierten Künstlern würden unter Streaming leiden und deren Verkäufe kannibalisiert werden.

Innerhalb kürzester Zeit verbeitete sich das Statement und die Debatte kochte wieder hoch. Spotify CEO Daniel EK reagierte prompt mir einer Stellungnahme „So question should be – Why shouldn’t you do streaming?“ gefolgt von einer Pressemitteilung mit der Aussage, dass schon 500 Millionen $ bisher an Rechteinhaber ausgeschüttet wurden und bis Ende 2013 sollten es eine Milliarde US$ sein. Eine imposante Zahl.

Was kurz darauf folgte, war der Piracy Report von Spotify über eine Studie in den Niederlanden (DOWNLOAD), die den Zusammenhang herzustellen versucht, zwischen Spotify Usage und Sales. Qunitessenz ist, dass Spotify laut dieses Reports keinerlei negativen Einfluss auf Verkäufe hat.

Die große Frage ist also: Gibt es eine Kannibalisierung von Verkäufen durch Spotify oder ist es so, wie Spotify behauptet, dass das Streaming EInkommen auf jeden Fall „On Top“ kommt, d.h. zusätzliches Einkommen bedeutet. Eine Zusammenfassung der verschiedenen Positionen bietet ein Artikel des Guardian.
Es ist also eine Frage, welche Strategie man einschlägt, Streaming unterstützen oder nicht. Aber angesichts der Tatsache, das Spotify seine Reichweite und Kundenstamm kontinuierlich erhöht (z.B. durch die aktuelle Kooperation per Hardbundle auf Vodafone UK) und auch andere Streamingdienste immer mehr Reichweite erlangen wie der aktuelle Launch von GooglePlay Music All Access in 9 weiteren Terrrittorien beweist, scheint Wachstum vorrausgesagt. Und dass wird zeigen, was der Zugang zu Massenmärkten mittelfritig für das Einkommen durch Streaming für Labels und damit für Künstler bedeuten.

Letztendlich entscheiden die Konsumenten, wie erfolgreich diese Modelle werden. Es ist fraglich, wieviel Sinn es macht, sich gegen solche Entwicklungen als Rechteinhaber zu versperren. Die Verweigerung von neuen Medien war schon in dem letzten 15 Jahren nicht gerade sehr förderlich für die Musikindustrie.

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