Mrz 132012
 

 

 

 

 

 

 

 

Ab heute ist SPOTIFY offiziell in Deutschland gestartet, wer den Service noch nicht kennt, die Begrüßung Playlist ist hier, einfach mal ausprobieren.

Spotify ist ja wie alle ad supported Streaming Services sehr umstritten, insbesondere bei den Labels, aber auch bei den konkurrierenden Downloadportalen. Am Letzten Donnerstag war ich auf einem Panel auf der Cebit eingeladen, was sich mit dem Thema Verkauf vs. Nutzung beschäftigt hat. Teilnehmer waren Gerd Leonhard, der mit seinem Buch Die Zukunft der Musik – Warum die digitale Revolution die Musikindustrie retten wird vor in paar Jahren das Ende der Kontrolle propagiert hat und auch heute noch sich für eine quasi Abschaffung des Copyrights ausspricht. Weitere Panel Teilnehmer waren Thoasten Schliesche von Napster, kürzlich von Rhapsody übernommen, ein früher Player im Streaming Markt und der Marketing Manager von Juke, einer weiteren Streaming Plattform der Mediamarkt/Saturn Gruppe, die kürzlich in Deutschland live gegangen ist. Angeprangert wurde von Gerd und Thorsten die Forderungen der Musikindustrie nach Mindestvergütungen und damit der Schaffung von wirklich Nutzerfreundlichen Verwertungsmodellen im Markt. Spotify, die Anteile, sog. Equity Shares an die Majors gegeben haben sollen, würden mit ihren Preisen die Konkurrenz unterbieten (so Thorsten Schliesche), Gerd Leonhard ist das Preismodell immer noch zuviel und Juke stand außen vor und verläßt sich auf die kommende Präsenz von Juke „in der Fläche“, also am Point Of Sale in den Saturn Märkten. Ansonsten gibt es an Streaming Diensten in Deutschland noch Simfy, die nicht wirklich präsent sind, sowie die kürzlich in Deutschland gestarteten Services DEEZER und RDIO, die beide keine Free Version anbieten, und eigentlich auch nur in der Beta Phase in Deutschland agieren. So ist neben Simfy eigentlich nur Spotify mit einer Werbefinanzierten Lösung am Start. Wenn man sich die Konversionsraten zu Premium in den anderen Ländern anschaut, scheint diese Strategie auch aufzugehen. Ad Suported Revenue, so sind sich auch die meisten einig, wird langfristig nicht als ausschließliche Lösung funktionieren, so sind die Einnahmen noch zu gering. Spotify genießt jedenfalls in der Branche schon eine gewisse Bekanntheit und hat schon in anderen Ländern bewiesen, dass sie einen MArkteintritt gut umsetzen können. Allerdings hat Spotify immer noch keine Gema Lizenz laut Golem, was natürlich etwas fragwürdig ist…

Spotify geht mit drei Tarifen online:

Spotify Free – ist der Gratis-Service, kostenlos und on-demand Zugang zu Millionen von Songs, werbefinanziert durch Banenr und später auch Audio Werbung.

Spotify Unlimited – enthält alle Features der Gratis-Version, ermöglicht Dir den Zugang zu Spotify auf Deinem Computer aber ohne Werbeunterbrechung. Kostenpunkt: 4,99 Euro im Monat.

Spotify Premium – bietet werbefreien Musikkonsum, höhere Klangqualität und Zugriff auf jede Menge exklusiver Inhalte, Gewinnspiele und Sonderangebote. Der clou ist der Offline Use auf dem Desktop und Mobieltelefon. Premium kostet 9,99 Euro monatlich.

 Und was ist nun zu tun als Musiker und Label?

Spotify ist und bleibt umstritten, was das Einkommen für den Musiker angeht. Allerdings, so sind sich viele einig, wird sich das ändern, je mehr User den Service nutzen, insbesondere den Premium Service. Ich habe ja schon in einem Post Strategien skizziert, wie man Spotify nutzen kann (Release Strategien auf Spotify).  Ansonsten kann man auf der PR Welle reiten und als First Mover einen Labelaccount anlegen, und Playlists über seine DTF Kanäle verbreiten und so User zum streamen animieren. Denn eins sollte man nicht unterschätzen: Streaming Services wie Spotify bieten mit ihrer Gratis Version eine echte Alternative zu Piraterie Angeboten, wenn es um das entdecken von Musik geht und wer die Vorzüge eines Premium Accounts kennengelernt hat, will diesen schon bald nicht mehr missen. Und entdecken kann man als Label und Musiker versuchen zu fördern, besonders, wenn man einen Service nutzt, der erst einmal kostenlos ist. Und: Wer sich einen Download kauft, vergütet den Künstler nur einmalig, ein Spotify user andauernd, jedesmal, wenn er einen Track anhört. Wer als Musiker natürlich keinen Erfolg hat, wird weder auf Streaming Services noch im CD Markt ein Einkommen generieren.

Be Sociable, Share!

  One Response to “Spotify Deutschland ist gestartet – Was nun als Label zu tun ist”

  1. Ich hoffe einfach, dass sich Simfy noch eine Schlacht mit Spotify liefern wird an deren Ende bessere Produkte stehen werden. Jeder für sich hat im Moment noch eklatante Schächen, die behoben werden sollten.

 Leave a Reply

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

(required)

(required)